Spritkosten rauf, Spritkosten runter: Noch nie mussten sich Deutschlands Autofahrer auf so viele Preisschwankungen einstellen wie im Jahr 2010. 166 Tage mit Senkungen sowie 196 Tage mit Erhöhungen gab es laut Anbieter Aral im Jahresverlauf. Manchmal wechselte die Preisanzeige der Tankstellen gleich mehrmals an einem Tag. Was allerdings zunächst wie ein ständiges Auf und Ab aussieht, hatte letztlich den eindeutigen Trend nach oben: Mit einem Jahresdurchschnitt von 1,405 Euro pro Liter Super erreichte der Benzinpreis nach Angaben des ADAC 2010 einen neuen Rekordwert. Und der teuerste Monat war mit 1,469 Euro der Dezember. Im Januar 2011 wurde dann die 1,50-Euro-Marke überschritten und auch die weiteren Aussichten bieten keinen Anlass zur Entwarnung. Denn die flächendeckende Einführung der E10-Kraftstoffe mit erhöhtem Bioethanol-Anteil sowie aktuelle Ankündigungen der OPEC-Staaten lassen weitere Preisanstiege befürchten. Weder von der Entwicklung der Rohölpreise noch vom Dollar/Euro-Kurs sind derzeit spürbare Entlastungen zu erwarten.
Noch 1995 kostete ein Liter Super umgerechnet 79,30 Cent. Seitdem sind die durchschnittlichen Kraftstoffpreise um rund 86 Prozent in die Höhe geschossen. Zum Vergleich: Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um ca. 24 Prozent. Eine Entwicklung, die eine wachsende Zahl von Autofahrern zur Suche nach Ausweichmöglichkeiten in Sachen Mobilität veranlasst. Da beispielsweise längst nicht jeder Berufspendler zu öffentlichen Verkehrsmitteln wechseln kann, wuchs parallel zum rasanten Anstieg der Benzinpreise die Bedeutung von Kraftstoff-Alternativen. Die meisten Umsteiger entschieden sich dabei für das bewährte und weltweit genutzte Autogas. Diese schadstoffarme Antriebsvariante wird in Deutschland seit 1995 durch ermäßigte Steuersätze gefördert und kann deshalb zu wesentlich niedrigeren Literpreisen getankt werden als Benzin. Voraussetzung ist ein Fahrzeug mit entsprechender Autogas-Ausrüstung, die inzwischen auch in den Neufahrzeugen zahlreicher Hersteller erhältlich ist.
Wie alle Kraftstoffe unterliegt natürlich auch Autogas den Preisschwankungen an den Energiemärkten. Beim Kostenvergleich von Autogas und Benzin sollte man sich jedoch nicht von der Momentaufnahme aktueller Tagespreise irritieren lassen. Die Auswertung längerer Zeiträume spricht eine deutlichere Sprache. So bot sich Autogas im Jahr 2010 mit einem mittleren Preisniveau von 46,6 Prozent des Durchschnittspreises für Super tatsächlich als dauerhaft effektiver Spar-Sprit an. Und im Verlauf der letzten Jahre ist dieser Prozentwert sogar kontinuierlich gesunken. Die Mehrkosten für die Fahrzeug-Sonderausstattung machen sich bei solchen Preisdifferenzen gerade für Vielfahrer oft schon nach ein bis zwei Jahren bezahlt.
Februar 2011
Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat die zugelassenen Überwachungsstellen in ihrem Bundesland kritisiert, bei der Überprüfung von Gastankstellen die gebotene Sorgfalt zu vernachlässigen. In Einzelfällen seien Erlaubnisse erteilt worden, obwohl dieser Entscheidung offensichtlich Mängel entgegenstanden.
Bei der Mehrzahl dieser Mängel handelt es sich nach vorliegenden Informationen um rein formale Fehler im Rahmen der einzelnen Erlaubnisverfahren. Dem Deutschen Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) sind Fälle bekannt, in denen Anlagenbetreiber ihre Anlage mit höheren Sicherheitsstandards ausgeführt hatten, als in der Erlaubnis dokumentiert. Einer rein formalen Überprüfung konnten die Dokumentationen nicht standhalten und die Anlagen wurden stillgelegt. Nach ordnungsgemäßer Anpassung der Dokumentation und ohne Veränderungen an der Anlage selbst werden diese Anlagen auf hohem sicherheitstechnischen Niveau mängelfrei weiterbetrieben. Trotzdem ist es dem DVFG sehr daran gelegen, dass die jeweiligen Beanstandungen aufgeklärt werden und eventuelle Verstöße gegen bestehende Vorgaben durch die Tankstellenbetreiber umgehend behoben werden.
Der DVFG und seine Mitglieder unternehmen seit vielen Jahren alle Bemühungen, das ohnehin schon hohe Sicherheitsniveau beim Vertrieb und Einsatz von Flüssiggas als Kraftstoff kontinuierlich zu optimieren. Dabei kann auch auf die Erfahrungen des europäischen Auslands zurückgegriffen werden, wo Autogas in zahlreichen Ländern seit vielen Jahren eine weitverbreitete Kraftstoff-Alternative zur Minderung der Abgasemissionen ist.
Die aktuelle Initiative in Schleswig-Holstein geht zurück auf einen Vorfall aus dem Jahre 2009, als es wegen eines unzureichenden Anfahrschutzes an einer Gastankstelle zu einem Unfall kam. Der DVFG hat gemeinsam mit den Sachverständigenorganisationen, den obersten Arbeitsschutzbehörden der Bundesländer sowie Experten der passiven Verkehrssicherungstechnik während der vergangenen zwölf Monate den Stand der Technik neu definiert und damit neue Sicherheitsstandards gesetzt. Musteranlagen, die diesen anspruchsvollen Standards für Anfahrschutz entsprechen, werden aktuell entwickelt. Wir bitten die schleswig-holsteinische Landesregierung, die Einführung dieses neuen Sicherheitsstandards konstruktiv zu unterstützen.
Grundsätzlich gehen von Gastankstellen keine höheren Gefahren als von Anlagen für andere Kraftstoffe aus. Weil der Autogastank besser geschützt ist als ein vergleichbarer Benzintank, sehen Experten das Sicherheitsniveau von Autogas-fahrzeugen als sehr hoch an. Auch die Arbeit der zuständigen Prüf-Institutionen gilt allgemein als zuverlässig. Die Vorwürfe der schleswig-holsteinischen Landesregierung konnten von anderen Bundesländern so nicht bestätigt werden.
08.12.2010
Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) gratuliert dem Bremer Geowissenschaftler Prof. Dr. Kai-Uwe Hinrichs zur Auszeichnung mit dem Leibniz-Preis 2011 der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Dieser mit 2,5 Mio. Euro für die Forschung höchstdotierte wissenschaftliche Förderpreis in Deutschland wird Prof. Hinrichs für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Geochemie und der Mikrobiologie verliehen. Der Schwerpunkt des Wissenschaftlers liegt auf den Lebensprozessen tief im Meeresboden. Vor einigen Jahren hat er im Rahmen einer Expedition vor der Küste Südamerikas eine Entdeckung gemacht, die ein äußerst zukunftweisendes Forschungsprojekt in Kooperation mit der deutschen Flüssiggas-Wirtschaft zur Folge hatte: In Ablagerungen aus rund 400 Meter Tiefe unter dem Meeresboden war als Ergebnis bisher unbekannter Stoffwechselprozesse bei Mikroorganismen offensichtlich Propan entstanden. In Laborversuchen am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen arbeitet Prof. Hinrichs jetzt daran, dieses Phänomen einer rein biologischen Erzeugung von Flüssiggas zu analysieren und reproduzierbar zu machen. Dabei wird er vom Deutschen Verband Flüssiggas im Rahmen des Projekts „BioFlüssigGas“ unterstützt. Die Forschungsarbeiten gelten als einer von mehreren Wegen zur Gewinnung von regenerativem Flüssiggas. Prof. Hinrichs sieht die Erwartungen des DVFG als realistische Perspektive: „Unser Ziel ist es, diese Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung langfristig für eine wirtschaftliche Verwertung nutzbar zu machen.“
08. Dezember 2010
Autogas-Fahrzeuge, die weltweit am meisten verbreitete Variante alternativer Antriebskonzepte, sind heute fast immer bivalent ausgelegt. Das bedeutet, dass der Fahrer jederzeit die Wahl hat, den Motor mit herkömmlichem Benzin oder mit der schadstoffarmen Energie Flüssiggas anzutreiben. Gewechselt wird ganz einfach per Schalter am Armaturenbrett. Ist dort die Position „Autogas“ angewählt, dann fährt man nicht nur um-weltverträglicher, sondern auch wesentlich preiswerter. Der Gesetzgeber unterstützt nämlich den Einsatz der ökologisch vorbildlichen Autogas-Fahrzeuge mit einem ermäßigten Steu-ersatz auf den Kraftstoff. Eine Förderung mit durchschlagendem Erfolg: Weil sich die Kosten für eine nachträgliche Ausrüstung mit dem Autogas-Antrieb durch das günstigere Tanken schnell wieder bezahlt machen, ist Autogas auch in Deutschland längst zur Kraftstoff-Alternative Nummer eins geworden.
Inzwischen wird neben der Ausrüstung bestehender Fahrzeuge ein zweiter Weg zum „wahren Gasgeben“ immer beliebter: Neuwagen mit Autogas-Antrieb, die entweder direkt vom Hersteller oder über einen festen Ausrüst-Kooperationspartner ausgestattet werden, sind inzwischen auch in Deutschland in großer Vielfalt erhältlich. Der Vorteil: Die Werkskonzepte erlauben eine optimale Motorabstimmung für bivalente Fahrzeuge und maßgeschneiderte Lösungen z. B. beim Tankeinbau. Nahezu alle Kfz-Hersteller haben heute in ihrem Lieferprogramm entsprechende Autogas-Modelle, die im Vergleich mit den entsprechenden Benzinern weder den Fahrkomfort noch die Garantieleistungen einschränken. Dazu zählen z. B. Volkswagen, Opel, Ford, Renault, Mitsubishi, Fiat, Citroen, Volvo, Chevrolet, Subaru und zahlreiche weitere Anbieter, teilweise sowohl mit Pkw- als auch mit Transporter-Modellreihen. Eine regelmäßig aktualisierte Liste der verfügbaren Autogas-OEM-Modelle (= original equipment manufacturer) kann unter www.autogastanken.de abgerufen werden.
Juli 2010
Die Antriebsenergie Autogas findet immer mehr Anhänger in Deutschland. Rund 400.000 Fahrer sind bereits auf die emis-sionsarme Kraftstoff-Alternative umgestiegen. Und jedes Mal, wenn beim Benzin wieder an der Preisschraube gedreht wird, steigt die Zahl der Fahrzeugzulassungen mit Autogasantrieb sprunghaft in die Höhe. Der Grund: Wegen einer ermäßigten Besteuerung bieten Gaskraftstoffe einen attraktiven Ausweg aus der Kostenfalle beim Tanken. Je größer der Preisabstand zum herkömmlichen Benzin, desto schneller hat sich die Investition für ein autogasbetriebenes Fahrzeug amortisiert.
Der Trend zum Autogas hat in den letzten Jahren auch zu einem rasanten Ausbau des erforderlichen Tankstellennetzes geführt. Nahezu 5.800 Stationen in ganz Deutschland bieten inzwischen den umweltentlastenden Sprit an – häufig zu Literpreisen, die lediglich halb so hoch ausfallen wie die von Superbenzin. Hinzu kommen noch einmal rund 800 Tankmöglichkeiten für die Fahrer der ebenso schadstoffarmen Erdgasautos. Insgesamt bilden die Gas-Tankstellen ein Versorgungsnetz mit Öko-Effekt auf höchstem Niveau: Die Nutzung von Autogas und Erdgas zur sauberen Mobilität erspart unserer Luft rund 240.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
Damit auf dem Weg zum nächsten Tank-Stopp keine Umwege eingelegt werden müssen, bekennen sich jetzt auch immer mehr Autobahn-Tankstellen zum zeitgemäßen „Gasgeben“. Hier finden sich allerdings kaum Erdgas-Stationen, da eine Verlegung der erforderlichen Pipeline bis zur Autobahn an den meisten Standorten zu aufwändig wäre. Autogas-Fahrer, deren Kraftstoff Flüssiggas leitungsunabhängig transportiert werden kann, kommen jedoch mit bereits knapp 100 Autobahn-Tankstellen stets auf schnellstem Weg zum Ziel. Hinzu kommen mehr als 1.500 so genannte „autobahnnahe“ Stationen, die sich in maximal zwei Kilometern Entfernung von einer Abfahrt befinden. Vom dichten deutschen Versorgungsnetz profitieren auch zahlreiche Autogas-Fahrer aus dem Ausland, deren Route durch die Bundesrepublik führt. Immerhin beträgt in Europa der Gesamtbestand der Fahrzeuge mit Autogas-Antrieb rund sechs Millionen. Die Standorte aller Autogas-Tankstellen auf Autobahnen und im übrigen Straßennetz sind im Internet unter www.autogastanken.de abrufbar.
Juni 2010
Im Sommer 2006 hatte die Bundesregierung die Steuervergünstigung für Gas-Kraftstoffe per Gesetz bis zum Jahr 2018 verlängert. Eine umweltpolitische Entscheidung, mit der ausdrücklich die Potenziale von Autogas und Erdgas zur Minderung schädlicher Abgas-Emissionen unterstützt werden sollten. Beiden Kraftstoff-Alternativen wird nämlich von Energie-Experten ein weitgehend identischer, gegenüber Benzin aber deutlich niedrigerer Schadstoff-Ausstoß bescheinigt. Zumindest im Fall Autogas haben sich die anspruchsvollen Erwartungen des Gesetzgebers an das ökologisch vorbildliche Fahren erfüllt: Mehr als 400.000 Fah-rer in Deutschland sind mittlerweile auf Autogas umgestiegen, woraus bereits heute eine jährliche Entlastung von ca. 200.000 Tonnen des Klimagases CO2 resultiert. Ein weiterer Vorteil: die leiseren Betriebsgeräusche der flüssiggasbetriebenen Motoren.
Mit dieser Entscheidung für Autogas folgen die Verbraucher einer Tendenz des europäischen Auslands. In zahlreichen Ländern machen große Autogas-Flotten zum Teil schon seit vielen Jahren diesen Kraftstoff zum führenden alternativen Antriebskonzept. Die Erfolgsstory von Autogas – trotz steuerlicher Gleichbehandlung beider Gas-Kraftstoffarten – ist zu einem großen Teil mit dem leichteren Aufbau der Tankstellen-Infrastruktur zu erklären. Während jede Erdgas-Tankstelle auf die Verlegung einer Pipeline zum jeweiligen Standort angewiesen ist, steht das leicht transportable Autogas sofort überall zur Verfügung, wo eine Zapfsäule aufgestellt wird. Aus diesem Grund gibt es für Autogas-Fahrer längst ein flächendeckendes, nach wie vor wachsendes nationales Netz mit derzeit rund 5.800 Stationen. Davon profitieren übrigens auch zahlreiche Transitreisende, z. B. aus Frankreich, Polen, Italien oder den Niederlanden, die auf diese Weise beim Tanken in Deutschland „sauber bleiben“. Erdgas-Fahrer hingegen fragen sich allmählich, ob das seit vielen Jahren versprochene Ziel von 1.000 deutschen Tankstellen irgendwann einmal tatsächlich realisiert wird.
Rückendeckung bekam die Entwicklung auch von der Tatsache, dass die vergleichsweise einfache Modifizierung der Fahrzeugtechnik die Ausstattung mit einem Autogas-Antrieb zur kostengünstigeren Gas-Lösung macht. Die kurzen Amortisationszeiten aufgrund der steuerlich vergünstigten Tankkosten gewährleisten selbst bei Gebrauchtwagen die Wirtschaftlichkeit der Autogas-Ausstattung. Die Phase als reine Umrüstlösung galt jedoch lediglich für den Beginn des Autogas-Booms und ist inzwischen längst überwunden: Nahezu alle namhaften Automobil-Hersteller bieten eine umfangreiche Modell-Palette von Neufahrzeugen mit Autogas-Antrieb an, selbstverständlich ohne Einbußen beim Fahrkomfort und mit vollständiger Herstellergarantie. 
Mai 2010
Weit über 5.000 Autogas-Tankstellen in ganz Deutschland listet die Internet-Seite www.autogastanken.de auf. Eine enorme Anzahl für einen alternativen Kraftstoff, aber noch immer gibt es einzelne Stationen, die dort gar nicht erfasst sind. Das muss so nicht bleiben, denn jetzt eröffnet ein Service des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. (DVFG) jedem die Möglichkeit, bei der Schließung dieser Lücken mitzuhelfen: Tankstellenbetreiber mit Autogas-Zapfsäule, die bisher noch nicht verzeichnet sind, können über die genannte Website ein Anmeldeformular herunterladen. Darin werden alle wichtigen Angaben für die Aufnahme in die Liste abgefragt. Und auch Autogas-Fahrer sind aufgerufen, zur Vollständigkeit des Verzeichnisses beizutragen, wenn sie eine nicht gemeldete Station entdecken. Einfach das Formular ausdrucken, beim nächsten Tank-Stopp abgeben und um Weiterleitung an den DVFG bitten. Dort wird die Tankstellen-Liste ständig aktualisiert.
November 2009
Seit mehreren Monaten bemüht sich der Inhaber einer nord-deutschen Kfz-Werkstatt, nicht nur dem TÜV und der DEKRA, sondern auch den Landesverkehrsministerien sowie Teilen der Justiz einen großangelegten, gemeinschaftlich organisierten Betrug nachzuweisen. Trotz permanenter Alarmierung aller politischen Ebenen bis hin zur Europäischen Kommission hat er bislang allerdings weder in den jeweiligen Behörden noch in den Medien für diese Theorie Gehör gefunden. Das mag daran liegen, dass seine Argumentation nicht so leicht nachzuvollziehen ist.
Jetzt ist es dem Kfz-Meister aus dem Norden jedoch gelungen, das ZDF-Magazin „Frontal 21“ zum öffentlichen Forum seiner Vorwürfe zu machen. Leider könnte diese Berichterstattung dazu führen, viele Autofahrer, die sich für eine schadstoffarme Mobilitätsvariante entschieden haben, erheblich zu verunsichern. Die Mission des Beschwerdeführers wird im Namen eines „Verbandes der Autogas-Anlagen Einbaubetriebe e. V.“ ausgetragen. Die Ausrüstung von Fahrzeugen mit einer Autogasanlage gehört nämlich zum Angebotsspektrum seines Betriebes. Und es scheint ihm ein Dorn im Auge zu sein, dass mittlerweile zahlreiche andere Dienstleister im Kfz-Sektor aus der wachsenden Nachfrage nach Autogasfahrzeugen ebenfalls ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht haben.
Konkret geht es offensichtlich um die Tatsache, dass bei den meisten dieser Autogas-Nachrüstungen von TÜV oder DEKRA ein Gutachten zum Abgasverhalten ausgestellt wird, das nicht auf einer Einzelfallprüfung beruht. Dies sei, so die Einschätzung des Verschwörungstheoretikers, eine „ungesetzliche Mafia-Tätigkeit“, die bei den betroffenen Fahrzeughaltern zu Schäden „in Millionenhöhe“ geführt habe. Das ZDF sekundiert mit Andeutungen über „Scheingutachten“ bzw. „gesetzliche Grauzonen“.
Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) hat ebenso wie die deutschen Autogasfahrer diesen ZDF-Beitrag mit reichlichem Befremden zur Kenntnis genommen. Denn Fakt ist, dass die Inbetriebnahme von Autogasfahrzeugen in Deutschland durch die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) detailliert und auf höchstem Niveau geregelt ist. Der DVFG ist gerade in Zusammenarbeit mit TÜV und DEKRA seit Jahren für Zulassungsmodalitäten initiativ geworden, die schwarzen Schafen unter den Ausrüstern das Handwerk legen und die zudem die Einhaltung aller Vorschriften zu Abgasverhalten und Sicherheitstechnik gewährleisten. Deshalb sieht der DVFG in den verbindlichen ECE-Regelungen ein wichtiges Instrument für einen uneingeschränkten Qualitätsstandard bei Neufahrzeugen und bei Autogasausrüstungen im Fahrzeugbestand. Sogenannte Familiengutachten zu einzelnen Motorentypen sowie Abgasbescheinigungen, die bestimmte Fahrzeug/Anlage-Kombinationen betreffen, sind vom Gesetzgeber ausdrücklich vorgesehen und entsprechen der rechtlichen Praxis, wie sie etwa auch bei der Neuwagenzulassung gepflegt wird. Die Betriebsgenehmigung für ein Fahrzeug erlischt, wenn beim Einbau einer Autogasanlage diese Anforderungen nicht eingehalten wurden.
Der DVFG ist davon überzeugt, dass Umwelt, Verbraucher und Werkstätten von der anspruchsvollen Qualitätssicherung auf Basis der bestehenden Richtlinien profitieren. TÜV und DEKRA haben sich dabei bisher stets als zuverlässige Kontroll-Instanzen mit hoher Sachkompetenz erwiesen. Für „Betrugstätigkeiten“ und „gesetzeswidrige Zustände“, die der Werkstattbetreiber diesen Institutionen unterstellt, gibt es in der deutschen Zulassungspraxis jedenfalls keinerlei Hinweise. Da sein Betrieb im übrigen als DEKRA-Stützpunkt selbst an Prüfverfahren teilnimmt, sollte dem Inhaber die Recherche der rechtlichen Rahmenbedingungen von Kfz-Zulassungen eigentlich möglich sein.
Berlin, 18. November 2009
Autogas treibt nicht nur Autos an
In den Autos auf deutschen Straßen wird ein kleiner Knopf zu einem immer wichtigeren Ausstattungsmerkmal. Die Rede ist vom Umschalter am Armaturenbrett, mit dem in Autogas-Fahrzeugen zwischen Gas- und Benzinbetrieb gewechselt werden kann – zwei separate Tanks machen es möglich. Sobald das Fahrzeug mit Autogas läuft, profitiert sein Besitzer von der attraktiven Steuerermäßigung, mit der diese schadstoffarme Kraftstoff-Alternative gefördert wird. Die entsprechend niedrigen Literpreise machen jeden Tank-Stopp zur effektiven Sparmaßnahme. Für Vielfahrer haben sich dadurch die Mehrkosten für die Autogas-Ausstattung schon in ein bis zwei Jahren bezahlt gemacht. Und dieser Spritkosten-Vorteil gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen bleibt sogar noch mindestens bis zum Jahr 2018 bestehen, so der Beschluss der Bundesregierung. Ein sichere Zukunftsoption auf preiswertes Tanken, die inzwischen bei mehr als 350.000 Autogas-Fahrern in Deutschland die finanziellen Spielräume angenehm vergrößert.
Aber Autogas, auch bekannt als LPG oder Flüssiggas im Kraftstoff-Einsatz, ist heute nicht nur für private Pkw-Fahrer ein beliebtes Umstiegs-Konzept: Überall dort, wo z. B. Taxiunternehmen, Paketzusteller, soziale Dienste oder auch Handwerksbetriebe mit Kundenservice Fahrzeug-Flotten unterhalten, dient Autogas der Kosten-Minimierung im Fuhrpark-Management. In mehreren europäischen Großstädten wurden sämtliche Buslinien für den öffentlichen Nahverkehr auf sauberen Gasbetrieb umgestellt. Etwas rasanter geht es dagegen bei den Rallye-Teams zu, die in leistungsstarken Autogas-Fahrzeugen Erfolge im Motorsport feiern. Und dass Autogas nicht nur auf vier Rädern funktioniert, beweisen aktuell mehrere Modell-Angebote für Roller- und Motorrad-Freunde. Ganz ohne Räder kommen Motorboote aus, ebenfalls ein interessanter Anwendungsbereich für Antriebe auf Flüssiggasbasis: Hier erspart der kleine Umschalter nicht nur der Luft gefährliche Schadstoffe, sondern auch dem Wasser die Verunreinigung durch überlaufenden Kraftstoff beim Tanken. Das kann beim vollkommen geschlossenen System der Autogas-Betankung nämlich nicht passieren. Weiterführende Informationen sowie umfangreiche Hinweise zu Herstellern, Umrüstern, Tankstellen und Versorgungsunternehmen gibt es im Internet unter www.autogastanken.de.
September 2009
Zusammensetzung von Autogas
Zu dem TV-Beitrag des VOX-Automagazins auto mobil, in dem über eine Abgabe von Autogas mit 95 Prozent Propananteil berichtet wurde, liegen dem DVFG auch auf Nachfrage bei der Redaktion keine näheren Fakten vor. Deshalb kann hierzu auch noch nicht detailliert Stellung genommen werden. Grundsätzlich erscheint aber die angeblich dokumentierte Reichweitenreduzierung von 20 bis 50 Prozent unrealistisch. Der Energiegehalt von Propan ist im Vergleich zum 60:40-Gemisch lediglich um bis zu neun Prozent geringer, was auch auf eine mögliche Veränderung der Reichweite übertragbar ist.
Allgemein ist in Bezug auf Autogas festzuhalten:
Autogas, also Flüssiggas als Kraftstoff, ist ein Kohlenwasserstoff, der aus Propan, Butan bzw. deren Gemischen besteht. Bei der Verwendung zu Antriebszwecken im Straßenverkehr ist die geeignete Zusammensetzung abhängig von der Umgebungstemperatur. Der Energieanteil (Heizwert) pro Volumeneinheit liegt bei Butan zwar etwas über dem von Propan, aber dafür kann Butan wegen einer höheren Siedepunkttemperatur bei Minusgraden zu Problemen führen. Vor diesem Hintergrund hat sich bei Autogas im Sommer ein höherer Butananteil, im Winter dagegen ein höherer Propananteil bewährt.
Bei mehr als 5.000 Autogas-Tankstellen ganz unterschiedlicher Betreiber in Deutschland kann der DVFG natürlich nicht für jede Station eine Erklärung zur Produktgüte abgeben. Es gibt aber auf der Basis bestehender Normen und Regelungen eine Verbandsempfehlung des DVFG an jene Mitgliedsunternehmen, die Autogas-Tankstellen beliefern. Sie sieht einen Propan/Butan-Anteil von 60:40 im Winterzeitraum (1. Dezember bis 31. März) und von 40:60 während der übrigen Monate vor. Damit ist jederzeit eine jahreszeitlich angepasste Kraftstoff-Zusammensetzung für die Motorentechnik aktueller Autogas-Fahrzeuge gegeben, die den nach der DIN EN 589 erforderlichen Mindestdampfdruck gewährleistet. Ziel der Verbandsempfehlung ist es, den Kundenanforderungen entsprechende Autogasqualität zur Verfügung zu stellen. Auf der Basis dieser Empfehlung arbeitet der DVFG gemeinsam mit weiteren Experten aus dem Kraftstoffbereich an der Anpassung der hier maßgeblichen Normen und Regelungen.
Damit der Verbraucher jederzeit überprüfen kann, ob er Kraftstoff nach den bestehenden DIN-Richtlinien, Qualitätsvorgaben und Gemisch-Empfehlungen erhält, sollte es nach Ansicht der Flüssiggas-Versorger eine einheitliche Kontrollmöglichkeit an den Tankstellen geben. Der DVFG und seine Mitglieder treten deshalb für ein Kennzeichnungssystem an den Tankstellen zum besseren Verbraucherschutz ein. Dieses System soll dem Kunden transparent machen, ob er an seiner jeweiligen Zapfsäule optimal zusammengesetzten Kraftstoff tankt, der von einem DVFG-Mitgliedsunternehmen geliefert wurde. Autogasfahrer sollen so ein zuverlässiges Kriterium für hochwertige Qualität beim Tanken von Autogas bekommen.
14. September 2009
Vielversprechende Experimente im Uni-Labor
Die natürlichen Reserven fossiler Brennstoffe sind begrenzt. Wissenschaftler streiten über die Frage, wann sie endgültig zur Neige gehen, aber Fakt ist: Damit wir auch in Zukunft noch Heizen und Autofahren können, müssen neue Energiequellen erschlossen werden. Dabei könnte ein wissenschaftlicher Zufallsfund vor der Küste Südamerikas weiterhelfen: Mikroorganismen unter dem Meeresgrund sind offensichtlich in der Lage, Flüssiggas zu bilden. Ob diese Entdeckung für eine biologische Produktion der bewährten Wärme- und Antriebsenergie genutzt werden kann, das wird derzeit im Forschungszentrum MARUM an der Universität Bremen erforscht. In Laborversuchen sollen dort die bisher unbekannten Stoffwechselprozesse in den Tiefseesedimenten simuliert werden. Erste Experimente sind vielversprechend verlaufen, so dass eines Tages biogenes Flüssiggas das fossile ersetzen könnte. Die bisherigen Tanks, Lager und Transportsysteme lassen sich dann problemlos weiter verwenden.
Juni 2009
Autogas wird flächendeckend angeboten
Fast sechs Millionen Autofahrer in Europa sind bereits auf die schadstoffarme Kraftstoff-Alternative Autogas umgestiegen. Mit mehr als 340.000 flüssiggasbetriebenen Fahrzeugen hat auch Deutschland inzwischen einen beträchtlichen Anteil an diesem internationalen Trend zum sauberen Fahren. Die Vorteile der zeitgemäßen Antriebsvariante: geringere Abgas- und Lärmemissionen, eine schonende Verbrennung, hohe Reichweiten und dies alles bei problemlosen Einbaumöglichkeiten in Fahrzeuge mit Ottomotor. Vor allem aber ist Autogas noch mindestens bis zum Jahr 2018 steuerlich vergünstigt, so dass sich die Ausrüstung durch die niedrigeren Spritkosten schon bald amortisiert. Danach lässt sich bei jedem Tank-Stop richtig sparen, weshalb Autogas-Fahrer das Auf und Ab der Benzinpreise mit Gelassenheit verfolgen können.
Noch vor einigen Jahren war die Sorge vor fehlenden Tank-Gelegenheiten eine Hürde für viele Umstiegs-Interessenten. Diese Bedenken sind mittlerweile überflüssig: Mit rund 5.000 Stationen in ganz Deutschland wird Autogas jetzt flächendeckend angeboten. Damit hat sich die Anzahl der Autogas-Stationen allein in den letzten vier Jahren verfünffacht. Hinzu kommen übrigens rund 1.200 gewerblich genutzte Flüssiggas-Tankstellen, die z. B. für firmeneigene Autogasflotten oder für den Betrieb von Gabelstaplern genutzt werden. Die saubere Verbrennung lässt nämlich sogar einen Einsatz innerhalb von Gebäuden zu. Für private Fahrer wichtiger ist jedoch der Blick über die Grenzen: Wegen der hohen Verbreitung von Autogas in den Nachbarländern und in den europäischen Ferienregionen steht die Kraftstoff-Alternative auch auf der Urlaubsreise zur Verfügung. Anpassungsprobleme für den Motor sind dort nicht zu befürchten: Die Qualitätsanforderungen an Autogas sind europaweit ein-heitlich in der DIN EN 589 geregelt. Weiterführende Informationen gibt es im Internet unter www.autogastanken.de.
Grafik: Supress
Juni 2009
Mit
einer Aufforstung im hessischen Naturschutzgebiet Mönchbruch wurden jetzt die
ersten 6.000 Bäume für einen deutschen „Autogas-Wald“ gepflanzt. Die Aktion
soll auf die ökologisch vorbildlichen Eigenschaften flüssiggasbetriebener
Fahrzeuge aufmerksam machen, die seit einigen Jahren einen rasant wachsenden
Beitrag zur Emissionsminderung leisten. Weltweit ist Autogas der
Alternativ-Kraftstoff Nummer eins. In Deutschland setzen bereits mehr als
230.000 Fahrer auf das schadstoffarme Antriebskonzept.
Die Initiative zum Autogas-Wald hat der
Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) ins Leben gerufen, ein bundesweiter
Zusammenschluss der Versorgungsunternehmen. Unterstützt wird das Projekt von
der Stiftung Unternehmen Wald, die sich die Neuschaffung und Pflege von Wäldern
und Landschaftsbiotopen zur Aufgabe gesetzt hat. Die gemeinsame Idee: Für
jedes Autogas-Fahrzeug, das in Deutschland entweder durch Umrüstung oder durch
den Kauf eines ab Werk ausgerüsteten Modells zum Einsatz kommt, soll ein Baum
gepflanzt werden. Auf diese Weise entstehen an verschiedenen Stellen
Deutschlands neue Waldgebiete, die parallel zu den umweltentlastenden Fahrzeugen
nachhaltig zu einer weiteren CO2-Reduktion beitragen. Ebenso wie
ein gesunder Wald für Zukunftssicherung steht, gelten praxisgerechte
Alternativ-Kraftstoffe wie Autogas als wichtige Option für Ressourcen-Schonung
und Klimaschutz. Wenn im Jahr 2015 nach aktuellen Prognosen mehr als eine
Million Autogas-Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein werden, dann
sind allein durch diese abgasarme Flotte jährliche CO2-Einsparungen
in Höhe von rund 1,27 Mio. Tonnen zu erwarten.
Der DVFG wird bei seinem Wald-Projekt
je nach Region von unterschiedlichen Partner-Unternehmen aus dem Autogas-Markt
unterstützt. Kooperationspartner bei der ersten Aufforstungsaktion ist der
Automobilimporteur Chevrolet Deutschland GmbH, der als einer der ersten
hierzulande konsequent auf Autogas gesetzt hat. Das aufgrund seiner niedrigen
Abgaswerte steuervergünstigte Antriebskonzept ist bei allen Chevrolet-Modellen
in einer Umrüst-Version direkt ab Auslieferungslager erhältlich. Mittlerweile
ist jeder zehnte verkaufte Neuwagen bei Chevrolet ein Fahrzeug mit
Autogas-Antrieb.
Gewissermaßen in unmittelbarer
Nachbarschaft des Rüsselsheimer Firmensitzes von Chevrolet fiel auch der
Startschuss für den Autogaswald. Das Naherholungsgebiet Mönchbruch umfasst
Flächenanteile der Städte Rüsselsheim und Mörfelden-Walldorf sowie der
Gemeinde Nauheim. Mit einer Ausdehnung von 937 Hektar ist es Hessens
zweitgrößtes Naturschutzgebiet. Hier wurden jetzt auf einer Fläche von 0,7 Hektar
6.000 Stieleichen gepflanzt. Diese Leitbaumart des Mönchbruchs ist Lebensraum
zahlreicher seltener Insekten- und Vogelarten wie Heldbock, Hirschkäfer oder
Mittelspecht. Auch Fledermäuse sind auf Eichenwälder angewiesen, deren
Nachzucht eine unverzichtbare Maßnahme zur Erhaltung der Artenvielfalt ist.
Nach Angaben der Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald e. V. verbraucht ein Baum rund 2,2 Tonnen CO2 im
Jahr. Damit wird
ein großer Teil der Schadstoff-Menge gebunden, die ein Fahrzeug im gleichen
Zeitraum emittiert. Beim Autogas-Antrieb ist dieser Ausstoß ohnehin deutlich
geringer als bei herkömmlichen Kraftstoffen: Die CO2-Emissionen
reduzieren sich um rund 15 bis 20 Prozent. Abgaskomponenten wie Kohlenmonoxid,
Kohlenwasserstoffe und Stickoxide, die unter anderem für die Entstehung von
Smog verantwortlich sind, werden sogar um bis zu 80 Prozent vermindert. Mit dem
„Autogas-Wald“ wurde also eine Initiative gestartet, die von zwei Seiten
gleichzeitig zu einer nachhaltigen
Entlastung unserer Umwelt beitragen soll.
Juni 2008
Flüssiggas
ist eine schadstoffarme Energie mit hohem Heizwert und Reinheitsgrad, die seit
Jahrzehnten weltweit zur Wärmeversorgung beiträgt. Der europäische Bedarf wird
zu ca. 60 Prozent über natürlich
vorkommendes Flüssiggas aus der Erdgas- und Rohölförderung, maßgeblich auch
durch Förderungen in der Nordsee, gewonnen. Der übrige Anteil fällt in
inländischen Raffinerien bei der Rohölverarbeitung im Rahmen der Koppelproduktion
an. Die Verfügbarkeit von Flüssiggas aus natürlichen Quellen steigt weltweit
an. Daraus resultiert eine hohe Versorgungssicherheit.
Als
leitungsunabhängige Energie erlaubt die mobile Energie Flüssiggas den Einsatz
moderner Gasheiztechnik auch dort, wo kein Anschluss an die allgemeinen
Gasversorgungsnetze besteht. Innerhalb des deutschen Energie-Mixes leistet
Flüssiggas durch seine saubere Verbrennung einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung
schädlicher Abgasemissionen. Die Vielzahl der Quellen für Flüssiggas und der
regionale Wettbewerb der mittelständischen Versorgungsunternehmen im Markt
ermöglichen es, die Preisbewegungen auf den internationalen Energiemärkten
weitgehend abzufedern. Die Daten des Statistischen Bundesamts bescheinigen
Flüssiggas unter den Heizenergien die geringsten Preissteigerungen.
Im
Deutschen Verband Flüssiggas sind 120 meist mittelständische Versorgungsunternehmen
und Zuliefererbetriebe zusammengeschlossen. Der Gesamtabsatz der
Mitgliedsunternehmen des DVFG lag im Jahr 2007 bei 1,28 Mio. Tonnen Flüssiggas.
52,3 Prozent dieser Menge gingen in das Tankgas-Geschäft. Nach einem deutlichen
Zuwachs beim Autogas-Geschäft hat das Kraftstoff-Segment mit 18,7 Prozent den
Platz zwei innerhalb des Inlandsabsatzes eingenommen. Weitere Marktsegmente
sind Lieferungen an inländische Großhändler mit einem Anteil von
11,4 Prozent, das Flaschengas-Geschäft mit 9,7 Prozent und der
Industrieabsatz mit 7,9 Prozent.
Eine
bundesweit flächendeckende Infrastruktur aus 140 Großlägern und 550 Straßentankwagen
gewährleistet die zuverlässige Versorgung. Alle Einrichtungen und Standorte entsprechen
den hohen technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an Umschlag,
Lagerung und Vertrieb von Flüssiggas. Diese Infrastruktur auf höchstem
technologischen Stand garantiert den Kunden nicht nur jederzeit
Liefersicherheit, sondern auch eine uneingeschränkt hochwertige Produktgüte.
Die Mitglieder des DVFG liefern ausschließlich definierte Flüssiggas-Qualität
nach DIN 51622. In Deutschland nutzen rund 3,5 Mio. Verbraucher die mobile und
äußerst umweltfreundliche Energie Flüssiggas – im Haushalt, im Freizeitbereich
sowie in Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und zunehmend auch als
Kraftstoff-Alternative für Fahrzeuge.
Flüssiggas
erlaubt den Einsatz der gesamten Gerätepalette moderner Heiztechnik – vom
bewährten Niedertemperaturkessel über kompakte Brennwerttechnik bis zur Kombination
mit Solar-Anlagen. Wandhängende Geräte in Küche, Diele oder Bad sind ebenso
möglich wie die Gas-Heizzentrale unter dem Dach. Auch im Zusammenspiel mit
besonders energieeffizienten Technologien wie der Gaswärmepumpe und der
Kraft-Wärme-Kopplung hat sich Flüssiggas bewährt.
Weiterhin
wachsende Chancen für die Zukunft sieht die Flüssiggas-Branche im
Absatz-Segment Autogas. Flüssiggas ist weltweit der wichtigste Alternativ-Kraftstoff
für Pkw, Busse und Nutzfahrzeuge. Die Praxistauglichkeit des
Flüssiggas-Antriebs wird seit Jahrzehnten unter Beweis gestellt. Bei Autogas
reduziert sich der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid gegenüber konventionellen
Benzinfahrzeugen um etwa 15 Prozent. Abgaskomponenten wie Kohlenmonoxid,
Kohlenwasserstoffe und Stickoxide, die unter anderem für die Entstehung von
Smog verantwortlich sind, werden gegenüber dem Dieselbetrieb sogar um bis zu
80 Prozent vermindert. Inzwischen gibt es in ganz Deutschland ein Netz von
mehr als 3.700 öffentlich zugänglichen Autogas-Tankstellen. Über 230.000
Fahrzeuge sind bereits mit dem schadstoffarmen Antrieb unterwegs.
Juni 2008
Gutes
Gewissen oder gutes Geld? Leider war es schon immer etwas teurer, sich
wirklich umweltgerecht zu verhalten. Zumindest gilt dies für viele Lebensbereiche
wie z. B. die Ernährung oder große Bereiche der Haushaltstechnik. Ausgenommen
von dieser fatalen Koppelung ist erfreulicherweise die Mobilität im Straßenverkehr:
Wer sein Fahrzeug statt mit Benzin mit dem schadstoffarmen Autogas antreibt,
der senkt nicht nur die Emissionen aus dem Auspuff, sondern gleichzeitig auch
die Tankkosten. Wegen des Umwelt-Bonus dieser Kraftstoff-Alternative muss an
der Zapfsäule nur etwa die Hälfte des Preises für Super gezahlt werden. Und
weil Autogas besonders sauber und rückstandslos verbrennt, verlängert sich
zudem die Lebensdauer von Motor und Zündkerzen. Kein Wunder, dass der
Autogasantrieb innerhalb weniger Jahre den Sprung vom winzigen Nischenmarkt
zum Massentrend mit mittlerweile mehr als 230.000 zufriedenen Nutzern
geschafft hat.
Ein deutliches Anzeichen für diese Entwicklung ist der rasche Anstieg der öffentlich zugänglichen Autogas-Tankstellen in Deutschland. Lag deren Zahl im Jahr 2000 noch bei überschaubaren 200, so hatte sie sich bis 2006 bereits verzehnfacht. Und seitdem die Steuervergünstigung für Autogas bis zum Jahr 2018 festgeschrieben wurde, kommen jeden Tag mehrere neue Tankstellen hinzu. Bis heute ist ihre Zahl bundesweit auf über 3.700 angestiegen. Damit findet jetzt praktisch jeder Autogas-Fahrer auch in seiner Nähe mindestens eine Station zum kostengünstigen Nachtanken. Während Fernfahrten vor einigen Jahren noch entlang der raren Zapfsäulen-Standorte geplant werden mussten, gehören zeitraubende Tankumwege längst der Vergangenheit an – zumal auch das Autogas-Angebot an den Autobahn-Raststätten derzeit rasant ausgebaut wird. Eine ständig aktualisierte Liste aller Autogas-Tankstellen mit Adressangaben und Öffnungszeiten gibt es im Internet unter www.autogastanken.de.
Foto: Supress
Juni 2008
Lohnt
es sich, mein Fahrzeug mit einem Autogas-Antrieb auszustatten? Diese Frage
stellen sich in letzter Zeit immer mehr Autofahrer, wenn sie gerade mal wieder
fürs Volltanken ein kleines Vermögen ausgegeben haben. Die Vorteile der
Gas-Ausrüstung liegen auf der Hand: Autogas produziert nicht nur weniger
Schadstoffe, sondern auch deutlich weniger Kosten. Nicht einmal die Hälfte des
Literpreises für Superbenzin wird an der Autogas-Zapfsäule fällig. Obwohl der
Verbrauch beim Gasbetrieb je nach Fahrweise um bis zu 20 Prozent höher liegt
als bei Benzin, hat sich der rund 1.800 bis 2.700 Euro kostende Umbau also
schon bald über den wesentlich niedrigeren Kraftstoffpreis amortisiert.
Wie
schnell ein umgerüstetes Fahrzeug in den grünen Bereich fährt, das kann jeder
mit einer einfachen Formel selbst ausrechnen. Dafür muss man lediglich den
Verbrauch des Fahrzeugs, die ungefähre Höhe der Umrüstkosten sowie die
aktuellen Literpreise für Benzin und Autogas kennen. Die entsprechenden
Werkstätten und über 3.700 Tankstellen in Deutschland sind im Internet unter www.autogastanken.de aufgelistet. Die
Umrüstkosten werden mit hundert multipliziert, das Resultat dann geteilt durch
die Differenz von Benzin- und Autogaskosten, jeweils für 100 Kilometer. Die
Zahl, die diese Rechnung ergibt, entspricht den Kilometern, die bis zur Amortisation
gefahren werden müssen. Je höher die jährliche Fahrleistung ausfällt, desto
schneller ist diese errechnete Strecke also zurückgelegt. Und danach wird
jeder Tankstopp zur echten Sparmaßnahme.
Grafik: Supress
Juni 2008
Immer mehr Autofahrer steigen um: Mit
Autogas statt Benzin zahlen sie beim Tanken nur noch rund halb so viel wie
bisher. Gleichzeitig profitiert die Umwelt, weil auch der Schadstoffausstoß
sinkt. Je höher die Benzinpreise klettern, desto größer der Informationsbedarf
über den Wechsel zum Gasantrieb. Wir haben deshalb die wichtigsten Antworten
auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt:
Was ist Autogas?
Autogas ist der weltweit meistgenutzte
Alternativ-Kraftstoff. Es besteht aus Propan, Butan bzw. deren Gemischen und
entspricht damit dem Brennstoff Flüssiggas, den wir auch als Heizenergie oder
z. B. aus Feuerzeugen kennen. Autogas ist leicht transportabel und
leitungsunabhängig, weshalb es für die Tankstellen keine Standortprobleme gibt.
Welche Vorteile bringt der Umstieg?
Für einen Liter Autogas müssen an der
Tankstelle derzeit nur etwas über 60 Cent gezahlt werden. Dieser günstige
Preis ergibt sich aus dem Energiesteuergesetz, das für Autogas eine steuerliche
Vergünstigung vorsieht. Der Preisabstand zum Benzin wird auch weiterhin Bestand
haben, weil die Vergünstigung bis zum Jahr 2018 festgeschrieben wurde.
Warum wird Autogas
steuerlich gefördert?
Fahrzeuge mit Autogasantrieb liefern
einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz: Der Ausstoß gefährlicher Treibhausgase
ist wesentlich niedriger als bei anderen fossilen Kraftstoffen. Im Jahr 2015,
für das Experten einen Bestand von mehr als einer Million Autogas-Fahrzeugen
erwarten, kann durch deren Nutzung bereits eine CO2-Minderung von
rund 1,27 Mio. Tonnen erreicht werden. Ökologisch vorbildlich verhalten sich
Autogas-Antriebe gerade auch bei den Feinstaubemissionen.
Was kostet die Ausrüstung mit
einem Autogas-Antrieb?
Die Preise für den Werkstatteingriff,
der ca. zwei Tage erfordert, hängen vom Autotyp und der Autogas-Anlage ab.
Üblich sind Kosten von rund 1.800 bis 2.700 Euro, die sich bei Vielfahrern
jedoch oft in weniger als zwei Jahren amortisiert haben. Die Ausrüstung
sollte man grundsätzlich nur einem seriösen Fachbetrieb anvertrauen, der mit
Autogas-Anlagen Erfahrung hat.
Was ändert sich
nach der Autogas-Ausrüstung?
Nach
einer fachgerechten Ausrüstung gibt es keine Unterschiede beim Fahrverhalten –
außer einem etwas leiseren Motorengeräusch. Äußerlich ist ein
Autogas-Fahrzeug lediglich an der zweiten Tanköffnung und einem kleinen
Schalter am Armaturenbrett zu erkennen. Denn beim PKW wird üblicherweise die
bivalente Betriebsweise gewählt, bei der der Benzintank erhalten bleibt. Das
Umschalten zwischen beiden Kraftstoffen ist jederzeit möglich, selbst während
der Fahrt.
Gibt es auch
Neufahrzeuge direkt vom Händler?
Neben
den Umrüstlösungen bieten immer mehr Kfz-Hersteller Autogas-Fahrzeuge ab Werk
bzw. Neuwagen-Angebote mit Ausrüst-Kooperationspartnern an. Einige dieser
Hersteller haben mit Autogas-Modellen bereits langjährige Erfahrungen in
anderen Ländern. In Deutschland gibt es mittlerweile Neuwagen von Subaru,
Chevrolet, Mazda, Volkswagen, Fiat, Mitsubishi, Opel, Ford, Lada und Kia.
Wo kann man
Autogas tanken?
Auf
deutschen Straßen gibt es inzwischen ein flächendeckend ausgebautes Netz von mehr als 3.700 Autogas-Tankstellen,
das immer noch ständig wächst – auch an den Autobahn-Raststätten. Es wird erwartet, dass bis 2015 jede
dritte Tankstelle Autogas anbietet. Die genauen Standorte und Öffnungszeiten
lassen sich im Internet unter www.autogastanken.de
abrufen.
Wie sieht es mit dem Tanken im Ausland aus?
In vielen europäischen Ländern wie z.
B. Italien, Polen oder den Niederlanden gehören Autogas-Zapfsäulen seit langem
zum üblichen Straßenbild. Für Reisen mit dem Autogas-Fahrzeug gibt es rund um
Deutschland eine ausreichende Infrastruktur. Die Qualitätsanforderungen an
Autogas sind europaweit einheitlich in der Norm DIN EN 589 geregelt.
Welche Reichweite bietet eine
Flüssiggas-Tankfüllung?
Wegen der hohen Energiedichte und der
niedrigen Betriebsdrücke von Autogas können die Tanks recht klein ausfallen.
Bei vielen Fahrzeugmodellen hat sich die Variante eines platzsparenden,
reifenförmigen Tanks für die Reserveradmulde durchgesetzt. Trotz dieser
kompakten Maße sind damit je nach Modell Reichweiten bis zu 600 Kilometern
problemlos möglich. Durch die Umschalt-Möglichkeit auf Benzinbetrieb lässt
sich der Radius ohne Tankstopp sogar verdoppeln.
Dürfen Autogas-Fahrzeuge in Tiefgaragen
parken?
Bei Einfahrtsverboten an Parkhäusern
und Tiefgaragen handelt es sich meistens um völlig veraltete Schilder. Denn
bereits 1988 wurden in der mittlerweile bundesweit geltenden „Muster-Garagenverordnung“
sämtliche Einschränkungen für das Parken von Autogas-Fahrzeugen in Tiefgaragen
aufgehoben.
Juni 2008
Eine zusätzliche Tanköffnung und ein
kleiner Schalter am Armaturenbrett bzw. auf der Mittelkonsole: Das sind die
beiden dezenten äußerlichen Anzeichen, dass es sich bei diesem Fahrzeug um
etwas Besonderes handelt. Und auch wenn nach Betätigung des Schalters zunächst
keinerlei Veränderung zu spüren ist – spätestens beim nächsten Tankstopp wird
klar, was dieses Auto von anderen unterscheidet: Es fährt mit Autogas, jener
immer gefragteren schadstoffarmen Kraftstoffvariante, die aufgrund einer
Steuervergünstigung die Spritkosten um gut die Hälfte sinken lässt. Mehr als
230.000 Fahrer haben sich in Deutschland bereits für diese Spar-Variante der
Mobilität entschieden. Üblich ist der Einsatz bivalenter Fahrzeuge mit
Autogas- und Benzinantrieb, zwischen denen jederzeit per Knopfdruck gewechselt
werden kann.
Das Umschalten auf Autogas dient aber
nicht nur dem Umweltschutz und einer Reduzierung der Betriebskosten, es fördert
auch die Lebensdauer des Fahrzeugs. So bieten Autogasanlagen heute im
Zusammenspiel mit den elektronischen Steuerungen moderner Fahrzeuge
uneingeschränkten Fahrkomfort bei gleichzeitiger Schonung der Motorentechnik.
Die Verbrennung verläuft dank der homogenen Gemischbildung weich und nahezu
rückstandsfrei. Zündkerzen und Auspuffanlage werden entlastet, die
Ölwechselintervalle können verlängert werden. Und die potenzielle Reichweite
vergrößert sich beträchtlich, denn bei Bedarf kann das Fahrzeug jederzeit im
Benzinbetrieb weiterfahren. Angesichts einer mittlerweile flächendeckend
ausgebauten und immer noch wachsenden Tankstellen-Infrastruktur von rund 3.700
Stationen müssen in Deutschland allerdings keine Versorgungslücken befürchtet
werden.
Juni 2008
Viel
Komfort, wenig Verbrauch – oder anders ausgedrückt: ungetrübtes Fahrvergnügen
für möglichst wenig Geld. Das erwarten die Deutschen vom Auto der Zukunft. Ein
nicht gerade leichter Spagat, den eine aktuelle Studie der Stiftung für
Zukunftsfragen (Hamburg) als Ergebnis liefert. In einer Repräsentativbefragung
bekommt der sparsame Benzinverbrauch mit 76 Prozent zwar die meisten
Nennungen, aber auf Annehmlichkeiten wie eine leistungsstarke Klimaanlage, ein
Navigationssystem und komfortablen Musikgenuss möchten die meisten Befragten
natürlich auch nicht verzichten. „Vom Klimawandel zum Sinneswandel ist noch
ein weiter Weg“, so die Bewertung der Umfrage-Resultate durch Prof. Horst W.
Opaschowski, dem Wissenschaftlichen Leiter der Zukunftsstiftung: „Zwischen
dem Auto von Morgen und den Autofahrern von Heute liegen noch Welten.“
Es
gibt allerdings eine wachsende Zahl von Deutschen, bei denen der Sinneswandel
schon eingesetzt hat. Rund 230.000 Autofahrer haben sogar einen praktischen Weg
gefunden, die Distanz zwischen Fahrspaß, Wunschauto und den ökologischen
Notwendigkeiten zu überbrücken: Beim Fahren mit Autogas verringert sich zwar
nicht der Spritverbrauch. Aber wegen der niedrigeren Schadstoff-Emissionen und
der ermäßigten Besteuerung gibt es trotzdem sowohl in der Umweltbilanz als
auch in der eigenen Geldbörse ein dickes Plus. Und was viele besonders
schätzen: Autogas-Fahrzeuge erfordern keinerlei Einschränkungen bei Leistung
oder Fahrkomfort. Bemerkbar macht sich der Alternativ-Kraftstoff erst beim Tanken,
wo der Literpreis rund die Hälfte unter dem vom Superbenzin liegt. Übrigens:
Die Umfrage zum Auto der Zukunft hat auch gezeigt, dass für immerhin rund die
Hälfte der Befragten „wenig Abgase“ als wichtiges Kriterium gelten. Und diese
Wertschätzung dürfte noch einmal deutlich zulegen, sobald sich herumspricht,
dass die Abgasarmut bei Autogasfahrzeugen mit wesentlich geringeren Spritkosten
gekoppelt ist.
Juni 2008
Moderne Gasheiztechnik ist für die
meisten Bauherren ein wesentliches Ausstattungsmerkmal ihres geplanten
Gebäudes. Gerade beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern ist eine kompakte,
wirtschaftliche Gasheizzentrale inzwischen die beliebteste Quelle für Raumwärme
und komfortable Warmwasserbereitung. Auch in Regionen ohne öffentliches
Gasleitungsnetz muss darauf nicht verzichtet werden: Der Brennstoff
Flüssiggas aus dem heute oft unterirdischen Tank im Garten erlaubt den Einsatz
leistungsstarker Gasheizkessel völlig unabhängig vom Standort. Wer sich für
Flüssiggas entscheidet, hat außerdem alle Optionen auf aktuelle und zukünftige
technische Entwicklungen: Nicht nur die besonders ergiebige Brennwerttechnik
lässt sich mit Flüssiggas nutzen. Auch im Zusammenspiel mit Solaranlagen und
Blockheizkraftwerken spielt die mobile Energie ihre energiesparenden und
umweltverträglichen Stärken aus.
Über seine Funktion als vielseitige
Gebäude-Energie hinaus ist Flüssiggas ein wahres Multitalent. Die
Unabhängigkeit von langen Leitungen, die schadstoffarme Verbrennung und die
einfache Handhabung prädestinieren den Brennstoff nämlich zu einer nahezu
unerschöpflichen Fülle von Anwendungen. Wie unproblematisch der Transport von
Flüssiggas ist, kennen die meisten vom Massenartikel Einweg-Feuerzeug oder vom
Camping-Urlaub. Dort dient Flüssiggas als ideale Reise-Energie zum Kochen,
Kühlen und Beleuchten. Flüssiggas-Grills übertragen den Komfort punktgenauer
Wärmeregulierung zur Speisenzubereitung auf die Gartenparty. Mit handlichen
Brennern lässt sich nicht nur Schweißen und Löten, sondern beispielsweise
auch Unkraut beseitigen. Der Einsatz von Flüssiggas-Flaschen hilft unter
anderem im Straßenbau, bei der Gebäudetrocknung, bei Terrassenstrahlern in
der Gastronomie oder dient zur Versorgung fahrbarer Bratwurst-Stände. In der
Landwirtschaft sorgen Flüssiggas-Strahler für Wärme bei der Viehaufzucht oder
für Düngung in Gewächshäusern durch CO2-Anreicherung. Flüssiggasbetriebene
Gabelstapler dürfen wegen ihrer Schadstoffarmut auch in geschlossenen
Werkshallen fahren. Und wer nicht nur die heimische Heizkostenrechnung,
sondern auch die Betriebskosten seines Autos senken möchte, der sollte auf die
Kraftstoff-Alternative Autogas setzen.
Juni 2008
Betriebskosten senken mit Autogas
Europas Autofahrer geben Gas: Mehr als 5,5 Mio. Fahrzeuge
werden bereits mit dem schadstoffarmen Alternativ-Kraftstoff Autogas
angetrieben. Der deutsche Anteil an dieser gewaltigen Autogas-Flotte
entwickelt sich wegen der bis zum Jahr 2018 festgeschriebenen
Steuervergünstigung mit enormen Wachstumsraten: Mehr als 230.000 Fahrzeuge
sind es bereits, und schon in sieben Jahren erwarten Verkehrsexperten einen
Bestand von mehr als einer Million Autogas-Fahrzeugen auf deutschen Straßen.
Damit erreicht auch die Schadstoffreduzierung durch diese Antriebsvariante
eine beachtliche Größenordnung: Rund 1,27 Mio. Tonnen CO2 werden
unserer Umwelt dann erspart bleiben.
Das wichtigste Argument für die Nutzer ist jedoch zweifellos
der Preisvorteil gegenüber Benzin. Und ein Teil des derzeitigen Siegeszuges
von Autogas dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich auch Flottenbetreiber
und Fuhrparkmanager einem Slogan wie „Tanken für die Hälfte“ nicht länger verschließen
können. Ob kleiner Taxi-Familienbetrieb, kommunale Betriebsflotte oder
internationaler Paketzustell-Service: Der Anstieg der Kraftstoffpreise
entwickelt sich zunehmend zu einem belastenden Faktor für die Betriebskosten.
Und speziell dort, wo hohe jährliche Fahrleistungen die Regel sind, wird eine
Investition in effektive Kostensenkungsmaßnahmen zum Wettbewerbsvorteil – vor
allem dann, wenn die Amortisationszeiten klar zu berechnen sind. Denn diese
Rechnung offenbart: Bei regelmäßigem Einsatz, wie er für Firmenautos ja typisch
ist, rechnet sich der Umstieg auf Autogas, selbst wenn z. B. die „Flotte“ eines
Fachbetriebs nur aus einem Service-Fahrzeug besteht.
Auch die Automobilbranche hat den Trend erkannt. In Ergänzung
zu den bisherigen Umrüst-Lösungen für den Fahrzeugbestand wird derzeit das
Neuwagen-Angebot zahlreicher Hersteller ausgeweitet. Fahrzeuge ab Werk bzw.
Neuwagen-Angebote mit Ausrüst-Kooperationspartnern gibt es mittlerweile z.
B. von Subaru, Chevrolet, Mazda, Volkswagen, Ford, Fiat, Opel, Lada und Kia –
teilweise sogar mit speziellen „Taxipaketen“, die neben dem Autogas-Antrieb
auch die technische Vorrüstung für Taxi-Ausstattungen umfassen.
Juni 2008
Ab sofort sind der Passat BlueMotion sowie der Sharan LPG mit einem Taxi- bzw. Mietwagenpaket erhältlich.
Der von einem 105 PS starken TDI-Motor angetriebene Passat BlueMotion verbraucht nach Werksangaben lediglich 5,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer (5,2 Liter beim Variant) und stößt 136 g/km bzw. 137 g/km (Variant) CO2 aus. Den Passat Variant BlueMotion mit Taxi-/ Mietwagenpaket gibt es 19.287 Euro (unter Berücksichtigung des Taxinachlasses zzgl. MwSt.).
Ebenso ab sofort mit Taxi- bzw. Mietwagenpaket erhältlich ist die Flüssiggasvariante des Sharan. Der mit einem 115 PS starken Ottomotor ausgestattete Van wurde in Kooperation mit der Firma PrinceGas umgerüstet. Ergänzt wurde der Flüssiggastank mit einem Fassungsvermögen von rund 60 Litern, der in der Reserveradmulde eingebaut wird, ohne dabei die Nutzung des Fahrzeuginnenraums einzuschränken.
Durch den Flüssiggastank steigt die Reichweite nach VW-Angaben um 450 zusätzliche auf insgesamt 1.180 Kilometer. Der Sharan LPG mit Taxi-/ Mietwagenpaket kann unter Berücksichtigung des Taxinachlasses ab einem Preis von 22.046 Euro netto bestellt werden.
Opel Service: Autogas-Nachrüstung in Werksqualität und mit Garantie
21.02.2007 - 15:00 Uhr
Rüsselsheim (ots) -
KÖLN, 5. Februar 2007 -- Ford und die CNG-Technik GmbH, Mainz, präsentierten ihn auf der vergangenen IAA Nutzfahrzeuge, ab sofort ist er bestellbar: der neue Ford Transit mit Autogas-Antrieb. Damit bietet Ford seinen Kunden in Deutschland erstmals ein LPG-Modell an (LPG = Liquefied Petroleum Gas = Flüssiggas = Auto-gas). Der Mehrpreis für die Umrüstung durch die CNG-Technik GmbH auf Flüssig-gas beträgt 2.920 Euro (zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer). Als Motor für den Ford Transit LPG kommt das 2,3 Liter-Duratec-Benzin-Triebwerk mit 107 kW (145 PS) zum Einsatz. Dieses Aggregat ist werksseitig für die Umrüstung auf Flüssiggas-Antrieb durch die CNG-Technik GmbH vorbereitet.
Der Ford Transit LPG hat eine Lkw-Zulassung und erfüllt im Benzin- wie im Flüs-siggas-Modus die Euro 4-Norm für Nutzfahrzeuge. Dank eines intelligenten Motor-managements und aufwendiger Abgasreinigungstechnologie ist das Fahrzeug jedoch so sauber, dass es die wesentlich strengere Euro 4-Norm für Pkw deutlich unter-schreiten würde – so liegen zum Beispiel die Stickoxidwerte des Ford Transit LPG um 64 Prozent unter dem entsprechenden Euro 4-Grenzwert für Nutzfahrzeuge.
Der neue Ford Transit LPG steht in drei unterschiedlichen Radständen (kurz, mittel, lang) und in drei unterschiedlichen Varianten (Kastenwagen, Pritschenwagen und Fahrgestell) zur Auswahl – jeweils in Kombination mit Heckantrieb. Das Einstiegs-modell ist der Ford Transit Kastenwagen FT 330 K LPG mit kurzem Radstand.
Bei allen Ford Transit LPG-Varianten ist der Ringtank (Tankvolumen: 95 Liter, ef-fektiv nutzbar: 76 Liter) unterflur unter dem Fahrzeugboden anstelle des Reserve-rads montiert. Die Reichweite im Flüssiggas-Betrieb beträgt rund 470 Kilometer. Hinzu kommt, unabhängig vom Radstand, der serienmäßige 80-Liter-Tank für Su-perkraftstoff, so dass die Gesamtreichweite über 1.000 Kilometer betragen kann.
Der neue Ford Transit LPG hat ein vollelektronisch gesteuertes Einblassystem. Eine
elektronische Kennfeldsteuereinheit in Kombination mit einer Multiporteinblasung über sequentiell getaktete Gasdosierventile sorgt für ein optimales Gas-Luft-Gemisch in den Zylindern und für optimale Zündzeitpunkte. Dies ist eine wesentli-che Voraussetzung für eine möglichst vollständige und effiziente Gasverbrennung und damit für niedrige Emissionswerte. So emittiert der Ford Transit LPG im Flüs-siggas-Betrieb lediglich 266 Gramm CO2 pro Kilometer.
Der neue Ford Transit, in Deutschland seit Juli 2006 auf dem Markt, ist auch mit Erdgas-Antrieb verfügbar. Alle neuen Ford Transit Erdgasfahrzeuge können außer-dem regenerativ erzeugtes Bio-Methan tanken. Dies ist rekordverdächtig: Kaum ein anderes Nutzfahrzeug dürfte, wie der Ford Transit, je nach Motor gleich fünf Kraft-stoffe vertragen: Diesel, Benzin, Flüssiggas, Erdgas und Bio-Methan.
Flüssiggas entsteht als Nebenprodukt bei der Erdöl- und Erdgasgewinnung, vor al-lem aber als Raffinerie-Nebenprodukt, und ist ein Gemisch aus Propan und Butan. Flüssiggas ist im gasförmigen Zustand schwerer als Luft und wird bereits unter sehr geringem Druck (circa acht bar) flüssig. Erdgas ist ein brennbares und ungiftiges Naturprodukt, dessen Hauptbestandteil Methan ist. Erdgas ist leichter als Luft und wird in komprimierter Form bei einem Betriebsdruck von 200 bar gespeichert.
Die Bundesregierung hat Erdgas und Flüssiggas steuerlich gleich gestellt. Dies be-deutet, dass Erdgas und Flüssiggas bei der Mineralölsteuer bis Ende 2018 gegenüber Benzin- und Dieselkraftstoff in gleichem Maße begünstigt werden.