Presse-Info

 

Schadstoffarm unterwegs:
Alternative Antriebe haben Aufwind

Es muss nicht immer Benzin oder Diesel sein: Umweltverträgliche Alternativen zu den herkömmlichen Kraftstoffen spielen auf deutschen Straßen eine immer größere Rolle. Bei mehr als einer halben Million Pkw kommt mittlerweile Flüssiggas, Erdgas, ein Elektro- oder ein Hybrid-Antrieb zum Einsatz. Das geht aus der aktuellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor. Der weitaus größte Teil dieser Fahrzeuge fährt mit Autogas, wie der Energieträger Flüssiggas bei der Verwendung als Kraftstoff genannt wird. Zum Stichtag 1. Januar 2011 waren in Deutschland laut KBA genau 418.659 Autogas-Fahrzeuge zugelassen. Damit hat sich deren Bestand innerhalb der letzten fünf Jahre glatt verzehnfacht, was nicht zuletzt auf die niedrigen, steuervergünstigten Preise beim Tanken zurückzuführen sein dürfte. Dass es nach wie vor ein großes Interesse am ebenso sauberen wie kostengünstigen Fahren gibt, zeigen die Zuwächse im Jahr 2010: Der Bestand an Autogas-Fahrzeugen wuchs um rund 49.000, die Hybrid-Zulassungen legten um ca. 8.400 zu und immerhin 3.000 weitere Fahrer entschieden sich für Erdgas, etwa 700 für Elektro-Antrieb.

Zumindest die große Flotte der Autogasfahrzeuge leistet schon heute einen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung der verkehrsbedingten Abgasemissionen. Die aktuelle Größenordnung der CO2-Vermeidung, die allein in Deutschland aus dem Einsatz von Autogas resultiert, beläuft sich auf mehr als 200.000 Tonnen pro Jahr. Und da Autogas auch weltweit die Kraftstoff-Alternative Nummer eins ist, handelt es sich bei dieser abgasarmen Variante der Mobilität keineswegs um einen nationalen Alleingang: Die Sachverständigengruppe der Europäischen Kommission zum Thema Kraftstoffe der Zukunft geht davon aus, dass Autogas im gesamteuropäischen Energiemix weiterhin ein wichtige Rolle spielen wird. Die EU-Experten verweisen dabei nicht nur auf die ökologischen Eigenschaften dieser Kraftstoff-Alternative, sondern auch auf die länderübergreifend gute Verfügbarkeit: Für die Fahrer von Autogas-Fahrzeugen gibt es in Europa bereits ein Netz von nahezu 30.000 Tankstellen.

Juni 2011

 

Benzinkosten erreichen neue Rekordhöhen
Spar-Effekte beim Umstieg auf Autogasantrieb

Spritkosten rauf, Spritkosten runter: Noch nie mussten sich Deutschlands Autofahrer auf so viele Preisschwankungen einstellen wie im Jahr 2010. 166 Tage mit Senkungen sowie 196 Tage mit Erhöhungen gab es laut Anbieter Aral im Jahresverlauf. Manchmal wechselte die Preisanzeige der Tankstellen gleich mehrmals an einem Tag. Was allerdings zunächst wie ein ständiges Auf und Ab aussieht, hatte letztlich den eindeutigen Trend nach oben: Mit einem Jahresdurchschnitt von 1,405 Euro pro Liter Super erreichte der Benzinpreis nach Angaben des ADAC 2010 einen neuen Rekordwert. Und der teuerste Monat war mit 1,469 Euro der Dezember. Im Januar 2011 wurde dann die 1,50-Euro-Marke überschritten und auch die weiteren Aussichten bieten keinen Anlass zur Entwarnung. Denn die flächendeckende Einführung der E10-Kraftstoffe mit erhöhtem Bioethanol-Anteil sowie aktuelle Ankündigungen der OPEC-Staaten lassen weitere Preisanstiege befürchten. Weder von der Entwicklung der Rohölpreise noch vom Dollar/Euro-Kurs sind derzeit spürbare Entlastungen zu erwarten.

Noch 1995 kostete ein Liter Super umgerechnet 79,30 Cent. Seitdem sind die durchschnittlichen Kraftstoffpreise um rund 86 Prozent in die Höhe geschossen. Zum Vergleich: Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um ca. 24 Prozent. Eine Entwicklung, die eine wachsende Zahl von Autofahrern zur Suche nach Ausweichmöglichkeiten in Sachen Mobilität veranlasst. Da beispielsweise längst nicht jeder Berufspendler zu öffentlichen Verkehrsmitteln wechseln kann, wuchs parallel zum rasanten Anstieg der Benzinpreise die Bedeutung von Kraftstoff-Alternativen. Die meisten Umsteiger entschieden sich dabei für das bewährte und weltweit genutzte Autogas. Diese schadstoffarme Antriebsvariante wird in Deutschland seit 1995 durch ermäßigte Steuersätze gefördert und kann deshalb zu wesentlich niedrigeren Literpreisen getankt werden als Benzin. Voraussetzung ist ein Fahrzeug mit entsprechender Autogas-Ausrüstung, die inzwischen auch in den Neufahrzeugen zahlreicher Hersteller erhältlich ist.

Wie alle Kraftstoffe unterliegt natürlich auch Autogas den Preisschwankungen an den Energiemärkten. Beim Kostenvergleich von Autogas und Benzin sollte man sich jedoch nicht von der Momentaufnahme aktueller Tagespreise irritieren lassen. Die Auswertung längerer Zeiträume spricht eine deutlichere Sprache. So bot sich Autogas im Jahr 2010 mit einem mittleren Preisniveau von 46,6 Prozent des Durchschnittspreises für Super tatsächlich als dauerhaft effektiver Spar-Sprit an. Und im Verlauf der letzten Jahre ist dieser Prozentwert sogar kontinuierlich gesunken. Die Mehrkosten für die Fahrzeug-Sonderausstattung machen sich bei solchen Preisdifferenzen gerade für Vielfahrer oft schon nach ein bis zwei Jahren bezahlt.

Februar 2011

 

Statement zur Initiative des Landes Schleswig-Holstein

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat die zugelassenen Überwachungsstellen in ihrem Bundesland kritisiert, bei der Überprüfung von Gastankstellen die gebotene Sorgfalt zu vernachlässigen. In Einzelfällen seien Erlaubnisse erteilt worden, obwohl dieser Entscheidung offensichtlich Mängel entgegenstanden.

Bei der Mehrzahl dieser Mängel handelt es sich nach vorliegenden Informationen um rein formale Fehler im Rahmen der einzelnen Erlaubnisverfahren. Dem Deutschen Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) sind Fälle bekannt, in denen Anlagenbetreiber ihre Anlage mit höheren Sicherheitsstandards ausgeführt hatten, als in der Erlaubnis dokumentiert. Einer rein formalen Überprüfung konnten die Dokumentationen nicht standhalten und die Anlagen wurden stillgelegt. Nach ordnungsgemäßer Anpassung der Dokumentation und ohne Veränderungen an der Anlage selbst werden diese Anlagen auf hohem sicherheitstechnischen Niveau mängelfrei weiterbetrieben. Trotzdem ist es dem DVFG sehr daran gelegen, dass die jeweiligen Beanstandungen aufgeklärt werden und eventuelle Verstöße gegen bestehende Vorgaben durch die Tankstellenbetreiber umgehend behoben werden.

Der DVFG und seine Mitglieder unternehmen seit vielen Jahren alle Bemühungen, das ohnehin schon hohe Sicherheitsniveau beim Vertrieb und Einsatz von Flüssiggas als Kraftstoff kontinuierlich zu optimieren. Dabei kann auch auf die Erfahrungen des europäischen Auslands zurückgegriffen werden, wo Autogas in zahlreichen Ländern seit vielen Jahren eine weitverbreitete Kraftstoff-Alternative zur Minderung der Abgasemissionen ist.

Die aktuelle Initiative in Schleswig-Holstein geht zurück auf einen Vorfall aus dem Jahre 2009, als es wegen eines unzureichenden Anfahrschutzes an einer Gastankstelle zu einem Unfall kam. Der DVFG hat gemeinsam mit den Sachverständigenorganisationen, den obersten Arbeitsschutzbehörden der Bundesländer sowie Experten der passiven Verkehrssicherungstechnik während der vergangenen zwölf Monate den Stand der Technik neu definiert und damit neue Sicherheitsstandards gesetzt. Musteranlagen, die diesen anspruchsvollen Standards für Anfahrschutz entsprechen, werden aktuell entwickelt. Wir bitten die schleswig-holsteinische Landesregierung, die Einführung dieses neuen Sicherheitsstandards konstruktiv zu unterstützen.

Grundsätzlich gehen von Gastankstellen keine höheren Gefahren als von Anlagen für andere Kraftstoffe aus. Weil der Autogastank besser geschützt ist als ein vergleichbarer Benzintank, sehen Experten das Sicherheitsniveau von Autogas-fahrzeugen als sehr hoch an. Auch die Arbeit der zuständigen Prüf-Institutionen gilt allgemein als zuverlässig. Die Vorwürfe der schleswig-holsteinischen Landesregierung konnten von anderen Bundesländern so nicht bestätigt werden.

08.12.2010

 

Leibniz-Preis an Bremer Wissenschaftler
Forschungen zur biologischen Flüssiggaserzeugung

Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) gratuliert dem Bremer Geowissenschaftler Prof. Dr. Kai-Uwe Hinrichs zur Auszeichnung mit dem Leibniz-Preis 2011 der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Dieser mit 2,5 Mio. Euro für die Forschung höchstdotierte wissenschaftliche Förderpreis in Deutschland wird Prof. Hinrichs für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Geochemie und der Mikrobiologie verliehen. Der Schwerpunkt des Wissenschaftlers liegt auf den Lebensprozessen tief im Meeresboden. Vor einigen Jahren hat er im Rahmen einer Expedition vor der Küste Südamerikas eine Entdeckung gemacht, die ein äußerst zukunftweisendes Forschungsprojekt in Kooperation mit der deutschen Flüssiggas-Wirtschaft zur Folge hatte: In Ablagerungen aus rund 400 Meter Tiefe unter dem Meeresboden war als Ergebnis bisher unbekannter Stoffwechselprozesse bei Mikroorganismen offensichtlich Propan entstanden. In Laborversuchen am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen arbeitet Prof. Hinrichs jetzt daran, dieses Phänomen einer rein biologischen Erzeugung von Flüssiggas zu analysieren und reproduzierbar zu machen. Dabei wird er vom Deutschen Verband Flüssiggas im Rahmen des Projekts „BioFlüssigGas“ unterstützt. Die Forschungsarbeiten gelten als einer von mehreren Wegen zur Gewinnung von regenerativem Flüssiggas. Prof. Hinrichs sieht die Erwartungen des DVFG als realistische Perspektive: „Unser Ziel ist es, diese Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung langfristig für eine wirtschaftliche Verwertung nutzbar zu machen.“

08. Dezember 2010

 

Neuwagen statt Nachrüstung
Immer mehr Autogas-Fahrzeuge ab Werk

Autogas-Fahrzeuge, die weltweit am meisten verbreitete Variante alternativer Antriebskonzepte, sind heute fast immer bivalent ausgelegt. Das bedeutet, dass der Fahrer jederzeit die Wahl hat, den Motor mit herkömmlichem Benzin oder mit der schadstoffarmen Energie Flüssiggas anzutreiben. Gewechselt wird ganz einfach per Schalter am Armaturenbrett. Ist dort die Position „Autogas“ angewählt, dann fährt man nicht nur um-weltverträglicher, sondern auch wesentlich preiswerter. Der Gesetzgeber unterstützt nämlich den Einsatz der ökologisch vorbildlichen Autogas-Fahrzeuge mit einem ermäßigten Steu-ersatz auf den Kraftstoff. Eine Förderung mit durchschlagendem Erfolg: Weil sich die Kosten für eine nachträgliche Ausrüstung mit dem Autogas-Antrieb durch das günstigere Tanken schnell wieder bezahlt machen, ist Autogas auch in Deutschland längst zur Kraftstoff-Alternative Nummer eins geworden.

Inzwischen wird neben der Ausrüstung bestehender Fahrzeuge ein zweiter Weg zum „wahren Gasgeben“ immer beliebter: Neuwagen mit Autogas-Antrieb, die entweder direkt vom Hersteller oder über einen festen Ausrüst-Kooperationspartner ausgestattet werden, sind inzwischen auch in Deutschland in großer Vielfalt erhältlich. Der Vorteil: Die Werkskonzepte erlauben eine optimale Motorabstimmung für bivalente Fahrzeuge und maßgeschneiderte Lösungen z. B. beim Tankeinbau. Nahezu alle Kfz-Hersteller haben heute in ihrem Lieferprogramm entsprechende Autogas-Modelle, die im Vergleich mit den entsprechenden Benzinern weder den Fahrkomfort noch die Garantieleistungen einschränken. Dazu zählen z. B. Volkswagen, Opel, Ford, Renault, Mitsubishi, Fiat, Citroen, Volvo, Chevrolet, Subaru und zahlreiche weitere Anbieter, teilweise sowohl mit Pkw- als auch mit Transporter-Modellreihen. Eine regelmäßig aktualisierte Liste der verfügbaren Autogas-OEM-Modelle (= original equipment manufacturer) kann unter www.autogastanken.de abgerufen werden.

Juli 2010

 

Autogas gibt’s auch an Autobahnen:
Schadstoffarme Mobilität ohne Versorgungslücken

Die Antriebsenergie Autogas findet immer mehr Anhänger in Deutschland. Rund 400.000 Fahrer sind bereits auf die emis-sionsarme Kraftstoff-Alternative umgestiegen. Und jedes Mal, wenn beim Benzin wieder an der Preisschraube gedreht wird, steigt die Zahl der Fahrzeugzulassungen mit Autogasantrieb sprunghaft in die Höhe. Der Grund: Wegen einer ermäßigten Besteuerung bieten Gaskraftstoffe einen attraktiven Ausweg aus der Kostenfalle beim Tanken. Je größer der Preisabstand zum herkömmlichen Benzin, desto schneller hat sich die Investition für ein autogasbetriebenes Fahrzeug amortisiert.

Der Trend zum Autogas hat in den letzten Jahren auch zu einem rasanten Ausbau des erforderlichen Tankstellennetzes geführt. Nahezu 5.800 Stationen in ganz Deutschland bieten inzwischen den umweltentlastenden Sprit an – häufig zu Literpreisen, die lediglich halb so hoch ausfallen wie die von Superbenzin. Hinzu kommen noch einmal rund 800 Tankmöglichkeiten für die Fahrer der ebenso schadstoffarmen Erdgasautos. Insgesamt bilden die Gas-Tankstellen ein Versorgungsnetz mit Öko-Effekt auf höchstem Niveau: Die Nutzung von Autogas und Erdgas zur sauberen Mobilität erspart unserer Luft rund 240.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Damit auf dem Weg zum nächsten Tank-Stopp keine Umwege eingelegt werden müssen, bekennen sich jetzt auch immer mehr Autobahn-Tankstellen zum zeitgemäßen „Gasgeben“. Hier finden sich allerdings kaum Erdgas-Stationen, da eine Verlegung der erforderlichen Pipeline bis zur Autobahn an den meisten Standorten zu aufwändig wäre. Autogas-Fahrer, deren Kraftstoff Flüssiggas leitungsunabhängig transportiert werden kann, kommen jedoch mit bereits knapp 100 Autobahn-Tankstellen stets auf schnellstem Weg zum Ziel. Hinzu kommen mehr als 1.500 so genannte „autobahnnahe“ Stationen, die sich in maximal zwei Kilometern Entfernung von einer Abfahrt befinden. Vom dichten deutschen Versorgungsnetz profitieren auch zahlreiche Autogas-Fahrer aus dem Ausland, deren Route durch die Bundesrepublik führt. Immerhin beträgt in Europa der Gesamtbestand der Fahrzeuge mit Autogas-Antrieb rund sechs Millionen. Die Standorte aller Autogas-Tankstellen auf Autobahnen und im übrigen Straßennetz sind im Internet unter www.autogastanken.de abrufbar.

Juni 2010

 

Weniger Emissionen durch Autogas
Schadstoffarme Antriebstechnik setzt sich durch

Im Sommer 2006 hatte die Bundesregierung die Steuervergünstigung für Gas-Kraftstoffe per Gesetz bis zum Jahr 2018 verlängert. Eine umweltpolitische Entscheidung, mit der ausdrücklich die Potenziale von Autogas und Erdgas zur Minderung schädlicher Abgas-Emissionen unterstützt werden sollten. Beiden Kraftstoff-Alternativen wird nämlich von Energie-Experten ein weitgehend identischer, gegenüber Benzin aber deutlich niedrigerer Schadstoff-Ausstoß bescheinigt. Zumindest im Fall Autogas haben sich die anspruchsvollen Erwartungen des Gesetzgebers an das ökologisch vorbildliche Fahren erfüllt: Mehr als 400.000 Fah-rer in Deutschland sind mittlerweile auf Autogas umgestiegen, woraus bereits heute eine jährliche Entlastung von ca. 200.000 Tonnen des Klimagases CO2 resultiert. Ein weiterer Vorteil: die leiseren Betriebsgeräusche der flüssiggasbetriebenen Motoren.

Mit dieser Entscheidung für Autogas folgen die Verbraucher einer Tendenz des europäischen Auslands. In zahlreichen Ländern machen große Autogas-Flotten zum Teil schon seit vielen Jahren diesen Kraftstoff zum führenden alternativen Antriebskonzept. Die Erfolgsstory von Autogas – trotz steuerlicher Gleichbehandlung beider Gas-Kraftstoffarten – ist zu einem großen Teil mit dem leichteren Aufbau der Tankstellen-Infrastruktur zu erklären. Während jede Erdgas-Tankstelle auf die Verlegung einer Pipeline zum jeweiligen Standort angewiesen ist, steht das leicht transportable Autogas sofort überall zur Verfügung, wo eine Zapfsäule aufgestellt wird. Aus diesem Grund gibt es für Autogas-Fahrer längst ein flächendeckendes, nach wie vor wachsendes nationales Netz mit derzeit rund 5.800 Stationen. Davon profitieren übrigens auch zahlreiche Transitreisende, z. B. aus Frankreich, Polen, Italien oder den Niederlanden, die auf diese Weise beim Tanken in Deutschland „sauber bleiben“. Erdgas-Fahrer hingegen fragen sich allmählich, ob das seit vielen Jahren versprochene Ziel von 1.000 deutschen Tankstellen irgendwann einmal tatsächlich realisiert wird.

Rückendeckung bekam die Entwicklung auch von der Tatsache, dass die vergleichsweise einfache Modifizierung der Fahrzeugtechnik die Ausstattung mit einem Autogas-Antrieb zur kostengünstigeren Gas-Lösung macht. Die kurzen Amortisationszeiten aufgrund der steuerlich vergünstigten Tankkosten gewährleisten selbst bei Gebrauchtwagen die Wirtschaftlichkeit der Autogas-Ausstattung. Die Phase als reine Umrüstlösung galt jedoch lediglich für den Beginn des Autogas-Booms und ist inzwischen längst überwunden: Nahezu alle namhaften Automobil-Hersteller bieten eine umfangreiche Modell-Palette von Neufahrzeugen mit Autogas-Antrieb an, selbstverständlich ohne Einbußen beim Fahrkomfort und mit vollständiger Herstellergarantie.




Mai 2010

 

Verzeichnis der Autogas-Tankstellen
Jeder kann zur Vollständigkeit beitragen

Weit über 5.000 Autogas-Tankstellen in ganz Deutschland listet die Internet-Seite www.autogastanken.de auf. Eine enorme Anzahl für einen alternativen Kraftstoff, aber noch immer gibt es einzelne Stationen, die dort gar nicht erfasst sind. Das muss so nicht bleiben, denn jetzt eröffnet ein Service des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. (DVFG) jedem die Möglichkeit, bei der Schließung dieser Lücken mitzuhelfen: Tankstellenbetreiber mit Autogas-Zapfsäule, die bisher noch nicht verzeichnet sind, können über die genannte Website ein Anmeldeformular herunterladen. Darin werden alle wichtigen Angaben für die Aufnahme in die Liste abgefragt. Und auch Autogas-Fahrer sind aufgerufen, zur Vollständigkeit des Verzeichnisses beizutragen, wenn sie eine nicht gemeldete Station entdecken. Einfach das Formular ausdrucken, beim nächsten Tank-Stopp abgeben und um Weiterleitung an den DVFG bitten. Dort wird die Tankstellen-Liste ständig aktualisiert.

November 2009

 

Statement zum Schreiben des „Verbandes der Autogas-Anlagen
Einbaubetriebe e. V.“ / ZDF-Sendung „Frontal 21“

Seit mehreren Monaten bemüht sich der Inhaber einer nord-deutschen Kfz-Werkstatt, nicht nur dem TÜV und der DEKRA, sondern auch den Landesverkehrsministerien sowie Teilen der Justiz einen großangelegten, gemeinschaftlich organisierten Betrug nachzuweisen. Trotz permanenter Alarmierung aller politischen Ebenen bis hin zur Europäischen Kommission hat er bislang allerdings weder in den jeweiligen Behörden noch in den Medien für diese Theorie Gehör gefunden. Das mag daran liegen, dass seine Argumentation nicht so leicht nachzuvollziehen ist.

Jetzt ist es dem Kfz-Meister aus dem Norden jedoch gelungen, das ZDF-Magazin „Frontal 21“ zum öffentlichen Forum seiner Vorwürfe zu machen. Leider könnte diese Berichterstattung dazu führen, viele Autofahrer, die sich für eine schadstoffarme Mobilitätsvariante entschieden haben, erheblich zu verunsichern. Die Mission des Beschwerdeführers wird im Namen eines „Verbandes der Autogas-Anlagen Einbaubetriebe e. V.“ ausgetragen. Die Ausrüstung von Fahrzeugen mit einer Autogasanlage gehört nämlich zum Angebotsspektrum seines Betriebes. Und es scheint ihm ein Dorn im Auge zu sein, dass mittlerweile zahlreiche andere Dienstleister im Kfz-Sektor aus der wachsenden Nachfrage nach Autogasfahrzeugen ebenfalls ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht haben.

Konkret geht es offensichtlich um die Tatsache, dass bei den meisten dieser Autogas-Nachrüstungen von TÜV oder DEKRA ein Gutachten zum Abgasverhalten ausgestellt wird, das nicht auf einer Einzelfallprüfung beruht. Dies sei, so die Einschätzung des Verschwörungstheoretikers, eine „ungesetzliche Mafia-Tätigkeit“, die bei den betroffenen Fahrzeughaltern zu Schäden „in Millionenhöhe“ geführt habe. Das ZDF sekundiert mit Andeutungen über „Scheingutachten“ bzw. „gesetzliche Grauzonen“.

Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) hat ebenso wie die deutschen Autogasfahrer diesen ZDF-Beitrag mit reichlichem Befremden zur Kenntnis genommen. Denn Fakt ist, dass die Inbetriebnahme von Autogasfahrzeugen in Deutschland durch die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) detailliert und auf höchstem Niveau geregelt ist. Der DVFG ist gerade in Zusammenarbeit mit TÜV und DEKRA seit Jahren für Zulassungsmodalitäten initiativ geworden, die schwarzen Schafen unter den Ausrüstern das Handwerk legen und die zudem die Einhaltung aller Vorschriften zu Abgasverhalten und Sicherheitstechnik gewährleisten. Deshalb sieht der DVFG in den verbindlichen ECE-Regelungen ein wichtiges Instrument für einen uneingeschränkten Qualitätsstandard bei Neufahrzeugen und bei Autogasausrüstungen im Fahrzeugbestand. Sogenannte Familiengutachten zu einzelnen Motorentypen sowie Abgasbescheinigungen, die bestimmte Fahrzeug/Anlage-Kombinationen betreffen, sind vom Gesetzgeber ausdrücklich vorgesehen und entsprechen der rechtlichen Praxis, wie sie etwa auch bei der Neuwagenzulassung gepflegt wird. Die Betriebsgenehmigung für ein Fahrzeug erlischt, wenn beim Einbau einer Autogasanlage diese Anforderungen nicht eingehalten wurden.

Der DVFG ist davon überzeugt, dass Umwelt, Verbraucher und Werkstätten von der anspruchsvollen Qualitätssicherung auf Basis der bestehenden Richtlinien profitieren. TÜV und DEKRA haben sich dabei bisher stets als zuverlässige Kontroll-Instanzen mit hoher Sachkompetenz erwiesen. Für „Betrugstätigkeiten“ und „gesetzeswidrige Zustände“, die der Werkstattbetreiber diesen Institutionen unterstellt, gibt es in der deutschen Zulassungspraxis jedenfalls keinerlei Hinweise. Da sein Betrieb im übrigen als DEKRA-Stützpunkt selbst an Prüfverfahren teilnimmt, sollte dem Inhaber die Recherche der rechtlichen Rahmenbedingungen von Kfz-Zulassungen eigentlich möglich sein.

Berlin, 18. November 2009

 

Der Kraftstoff für alle Fälle:

Autogas treibt nicht nur Autos an

In den Autos auf deutschen Straßen wird ein kleiner Knopf zu einem immer wichtigeren Ausstattungsmerkmal. Die Rede ist vom Umschalter am Armaturenbrett, mit dem in Autogas-Fahrzeugen zwischen Gas- und Benzinbetrieb gewechselt werden kann – zwei separate Tanks machen es möglich. Sobald das Fahrzeug mit Autogas läuft, profitiert sein Besitzer von der attraktiven Steuerermäßigung, mit der diese schadstoffarme Kraftstoff-Alternative gefördert wird. Die entsprechend niedrigen Literpreise machen jeden Tank-Stopp zur effektiven Sparmaßnahme. Für Vielfahrer haben sich dadurch die Mehrkosten für die Autogas-Ausstattung schon in ein bis zwei Jahren bezahlt gemacht. Und dieser Spritkosten-Vorteil gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen bleibt sogar noch mindestens bis zum Jahr 2018 bestehen, so der Beschluss der Bundesregierung. Ein sichere Zukunftsoption auf preiswertes Tanken, die inzwischen bei mehr als 350.000 Autogas-Fahrern in Deutschland die finanziellen Spielräume angenehm vergrößert.

Aber Autogas, auch bekannt als LPG oder Flüssiggas im Kraftstoff-Einsatz, ist heute nicht nur für private Pkw-Fahrer ein beliebtes Umstiegs-Konzept: Überall dort, wo z. B. Taxiunternehmen, Paketzusteller, soziale Dienste oder auch Handwerksbetriebe mit Kundenservice Fahrzeug-Flotten unterhalten, dient Autogas der Kosten-Minimierung im Fuhrpark-Management. In mehreren europäischen Großstädten wurden sämtliche Buslinien für den öffentlichen Nahverkehr auf sauberen Gasbetrieb umgestellt. Etwas rasanter geht es dagegen bei den Rallye-Teams zu, die in leistungsstarken Autogas-Fahrzeugen Erfolge im Motorsport feiern. Und dass Autogas nicht nur auf vier Rädern funktioniert, beweisen aktuell mehrere Modell-Angebote für Roller- und Motorrad-Freunde. Ganz ohne Räder kommen Motorboote aus, ebenfalls ein interessanter Anwendungsbereich für Antriebe auf Flüssiggasbasis: Hier erspart der kleine Umschalter nicht nur der Luft gefährliche Schadstoffe, sondern auch dem Wasser die Verunreinigung durch überlaufenden Kraftstoff beim Tanken. Das kann beim vollkommen geschlossenen System der Autogas-Betankung nämlich nicht passieren. Weiterführende Informationen sowie umfangreiche Hinweise zu Herstellern, Umrüstern, Tankstellen und Versorgungsunternehmen gibt es im Internet unter www.autogastanken.de.

September 2009


 

Statement des Deutschen Verbandes Flüssiggas e.V. (DVFG)
zur Sendung des Automagazins „auto-mobil“ am 13.09.2009

Zusammensetzung von Autogas

Zu dem TV-Beitrag des VOX-Automagazins auto mobil, in dem über eine Abgabe von Autogas mit 95 Prozent Propananteil berichtet wurde, liegen dem DVFG auch auf Nachfrage bei der Redaktion keine näheren Fakten vor. Deshalb kann hierzu auch noch nicht detailliert Stellung genommen werden. Grundsätzlich erscheint aber die angeblich dokumentierte Reichweitenreduzierung von 20 bis 50 Prozent unrealistisch. Der Energiegehalt von Propan ist im Vergleich zum 60:40-Gemisch lediglich um bis zu neun Prozent geringer, was auch auf eine mögliche Veränderung der Reichweite übertragbar ist.

Allgemein ist in Bezug auf Autogas festzuhalten:
Autogas, also Flüssiggas als Kraftstoff, ist ein Kohlenwasserstoff, der aus Propan, Butan bzw. deren Gemischen besteht. Bei der Verwendung zu Antriebszwecken im Straßenverkehr ist die geeignete Zusammensetzung abhängig von der Umgebungstemperatur. Der Energieanteil (Heizwert) pro Volumeneinheit liegt bei Butan zwar etwas über dem von Propan, aber dafür kann Butan wegen einer höheren Siedepunkttemperatur bei Minusgraden zu Problemen führen. Vor diesem Hintergrund hat sich bei Autogas im Sommer ein höherer Butananteil, im Winter dagegen ein höherer Propananteil bewährt.

Bei mehr als 5.000 Autogas-Tankstellen ganz unterschiedlicher Betreiber in Deutschland kann der DVFG natürlich nicht für jede Station eine Erklärung zur Produktgüte abgeben. Es gibt aber auf der Basis bestehender Normen und Regelungen eine Verbandsempfehlung des DVFG an jene Mitgliedsunternehmen, die Autogas-Tankstellen beliefern. Sie sieht einen Propan/Butan-Anteil von 60:40 im Winterzeitraum (1. Dezember bis 31. März) und von 40:60 während der übrigen Monate vor. Damit ist jederzeit eine jahreszeitlich angepasste Kraftstoff-Zusammensetzung für die Motorentechnik aktueller Autogas-Fahrzeuge gegeben, die den nach der DIN EN 589 erforderlichen Mindestdampfdruck gewährleistet. Ziel der Verbandsempfehlung ist es, den Kundenanforderungen entsprechende Autogasqualität zur Verfügung zu stellen. Auf der Basis dieser Empfehlung arbeitet der DVFG gemeinsam mit weiteren Experten aus dem Kraftstoffbereich an der Anpassung der hier maßgeblichen Normen und Regelungen.

Damit der Verbraucher jederzeit überprüfen kann, ob er Kraftstoff nach den bestehenden DIN-Richtlinien, Qualitätsvorgaben und Gemisch-Empfehlungen erhält, sollte es nach Ansicht der Flüssiggas-Versorger eine einheitliche Kontrollmöglichkeit an den Tankstellen geben. Der DVFG und seine Mitglieder treten deshalb für ein Kennzeichnungssystem an den Tankstellen zum besseren Verbraucherschutz ein. Dieses System soll dem Kunden transparent machen, ob er an seiner jeweiligen Zapfsäule optimal zusammengesetzten Kraftstoff tankt, der von einem DVFG-Mitgliedsunternehmen geliefert wurde. Autogasfahrer sollen so ein zuverlässiges Kriterium für hochwertige Qualität beim Tanken von Autogas bekommen.

14. September 2009

 

 

Biologische Produktion von Flüssiggas

Vielversprechende Experimente im Uni-Labor

Die natürlichen Reserven fossiler Brennstoffe sind begrenzt. Wissenschaftler streiten über die Frage, wann sie endgültig zur Neige gehen, aber Fakt ist: Damit wir auch in Zukunft noch Heizen und Autofahren können, müssen neue Energiequellen erschlossen werden. Dabei könnte ein wissenschaftlicher Zufallsfund vor der Küste Südamerikas weiterhelfen: Mikroorganismen unter dem Meeresgrund sind offensichtlich in der Lage, Flüssiggas zu bilden. Ob diese Entdeckung für eine biologische Produktion der bewährten Wärme- und Antriebsenergie genutzt werden kann, das wird derzeit im Forschungszentrum MARUM an der Universität Bremen erforscht. In Laborversuchen sollen dort die bisher unbekannten Stoffwechselprozesse in den Tiefseesedimenten simuliert werden. Erste Experimente sind vielversprechend verlaufen, so dass eines Tages biogenes Flüssiggas das fossile ersetzen könnte. Die bisherigen Tanks, Lager und Transportsysteme lassen sich dann problemlos weiter verwenden.

Juni 2009

 

Trend zum schadstoffarmen Fahren

Autogas wird flächendeckend angeboten

Fast sechs Millionen Autofahrer in Europa sind bereits auf die schadstoffarme Kraftstoff-Alternative Autogas umgestiegen. Mit mehr als 340.000 flüssiggasbetriebenen Fahrzeugen hat auch Deutschland inzwischen einen beträchtlichen Anteil an diesem internationalen Trend zum sauberen Fahren. Die Vorteile der zeitgemäßen Antriebsvariante: geringere Abgas- und Lärmemissionen, eine schonende Verbrennung, hohe Reichweiten und dies alles bei problemlosen Einbaumöglichkeiten in Fahrzeuge mit Ottomotor. Vor allem aber ist Autogas noch mindestens bis zum Jahr 2018 steuerlich vergünstigt, so dass sich die Ausrüstung durch die niedrigeren Spritkosten schon bald amortisiert. Danach lässt sich bei jedem Tank-Stop richtig sparen, weshalb Autogas-Fahrer das Auf und Ab der Benzinpreise mit Gelassenheit verfolgen können.

Noch vor einigen Jahren war die Sorge vor fehlenden Tank-Gelegenheiten eine Hürde für viele Umstiegs-Interessenten. Diese Bedenken sind mittlerweile überflüssig: Mit rund 5.000 Stationen in ganz Deutschland wird Autogas jetzt flächendeckend angeboten. Damit hat sich die Anzahl der Autogas-Stationen allein in den letzten vier Jahren verfünffacht. Hinzu kommen übrigens rund 1.200 gewerblich genutzte Flüssiggas-Tankstellen, die z. B. für firmeneigene Autogasflotten oder für den Betrieb von Gabelstaplern genutzt werden. Die saubere Verbrennung lässt nämlich sogar einen Einsatz innerhalb von Gebäuden zu. Für private Fahrer wichtiger ist jedoch der Blick über die Grenzen: Wegen der hohen Verbreitung von Autogas in den Nachbarländern und in den europäischen Ferienregionen steht die Kraftstoff-Alternative auch auf der Urlaubsreise zur Verfügung. Anpassungsprobleme für den Motor sind dort nicht zu befürchten: Die Qualitätsanforderungen an Autogas sind europaweit ein-heitlich in der DIN EN 589 geregelt. Weiterführende Informationen gibt es im Internet unter www.autogastanken.de.

Grafik: Supress

Juni 2009

 

Statement des Deutschen Verbandes Flüssiggas e.V. (DVFG)
zur Sendung Frontal21 vom 14.04.2009

Angriffe ohne Realitätsbezug
Deutsches Flüssiggas entspricht allen Qualitätsanforderungen

Mit der Behauptung, durch Fremdstoffe verunreinigtes Autogas würde zu Tausenden von Motorschäden bei Autogas-Fahrzeugen führen, sind die Flüssiggas-Versorgungsunternehmen in der Sendung Frontal21 massiv angegriffen worden. Es wurde sogar die abenteuerliche These aufgestellt, dem Autogas würden Weichmacher als Sondermüll von der chemischen Industrie beigemischt. Beweise für diese Verleumdungen wurden von der Sendung allerdings nicht erbracht. Vielmehr wurden unsachgemäß eingebaute Anlagen oder Anlagen mit nicht den Vorschriften entsprechenden Teilen gezeigt.

Der Deutsche Verband Flüssiggas e.V. (DVFG), in dem der größte Teil der mittelständischen Flüssiggas-Versorgungsunternehmen zusammengeschlossen ist, weist mit Entschiedenheit derartige Behauptungen zurück. Etwa 75 Prozent der rund 5.000 deutschen Autogastankstellen werden von Mitgliedsunternehmen des DVFG beliefert. Diese Firmen beziehen das von ihnen gelieferte Flüssiggas entweder aus deutschen Raffinerien oder über Nordsee-Terminals in Deutschland und Holland. Sowohl bei den deutschen Raffinerien als auch bei den Terminals gibt es zertifizierte Managementsysteme, die für die Qualität des Flüssiggases umfangreiche Analysen vorsehen. Zusätzlich führen Mitgliedsunternehmen, die eigene Import-Binnenterminals unterhalten, regelmäßige Kontrollanalysen durch. In den kontinuierlich gezogenen Proben wurden in keinem Fall so genannte Weichmacher festgestellt.

Die in der Sendung als schädliche Bestandteile genannten Olefine sind natürliche Bestandteile des Flüssiggases und anderer Kraftstoffe. Es unterstreicht die Inkompetenz der Sendung, dass diese natürlichen Bestandteile des Flüssiggases, die z. B. auch in der Norm DIN 51622 erfasst sind, fälschlich als Schadstoffe charakterisiert werden.

Es bleibt festzuhalten, dass alle diese Punkte dem zuständigen Redakteur und seiner Chefredaktion durch umfangreichen Mail-Verkehr vor der Sendung bekannt waren.

Die Qualitäts-Norm für Autogas ist der Redaktion von Frontal21 auch vom Deutschen Institut für Normung bestätigt worden. Weiterhin haben der Redaktion auf Nachfrage sowohl die zuständigen Bundesministerien als auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe versichert, die in der Sendung behaupteten Probleme entsprächen nicht der Realität. Eine eigene Umfrage des DVFG wegen der angeblichen Reklamationshäufung hat bei großen Ausrüstungsunternehmen und namhaften Automobilherstellern ein identisches Bild ergeben. Die Zufriedenheit bei den inzwischen über 320.000 Nutzern von Autogas ist groß, angeblich zunehmende Probleme sind nicht erkennbar.

Der DVFG weist mit Nachdruck darauf hin, dass das von seinen Mitgliedsunternehmen gelieferte Autogas den definierten Qualitäts-Normen entspricht. Für Autogas-Tankstellen, die nicht diesem Kreis angehören, kann der Verband diese Erklärung natürlich nicht abgeben, erwartet aber, dass auch andere Marktteilnehmer ähnlich sorgfältig auf Qualität achten. Vor allem weist der DVFG auch darauf hin, dass Autofahrer insbesondere bei der nachträglichen Ausrüstung von Fahrzeugen mit Autogasanlagen beim DVFG gelistete oder anderweitig zertifizierte Ausrüstungsbetriebe nutzen sollten. So kann verhindert werden, dass Anlagen eingebaut werden, die nicht den technischen Qualitätsanforderungen entsprechen.

April 2009

 

Vorfahrt für die Umwelt

Weniger Emissionen durch Autogas-Nutzung

Ohne Energie geht es nicht. Das gilt vor allem dort, wo die Menschen mobil sein müssen. Allerdings ist Energiesparen das Gebot der Stunde – gerade im Verkehrssektor, der weltweit einen beträchtlichen Anteil am gefährlichen Klimawandel hat. Autofahrer, die ihr Fahrzeug nicht permanent in der Garage lassen können, stecken also in einem Dilemma: Einerseits erzeugt die Verbrennung von fossilen Energien wie Öl oder Gas grundsätzlich den Schadstoff CO2. Andererseits lässt die technische, flächendeckende und gleichzeitig wirtschaftliche Verfügbarkeit nicht-fossiler Kraftstoffe noch auf sich warten. Aber es gibt auch heute schon die Möglichkeit, auf eine schadstoffärmere Variante des Autofahrens umzusteigen, ohne für jeden Tankstopp lange Umwege einplanen zu müssen: Rund 320.000 Autofahrer haben sich in Deutschland bereits für die Kraftstoff-Variante Autogas entschieden, die an nahezu 5.000 Tankstellen angeboten wird. Der unmittelbare Vorteil: Deutlich geringere Ausgaben fürs Tanken, denn Autogas wird durch eine vergünstigte Besteuerung gefördert.

Und auch die Umwelt profitiert: Nach Anhaben des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. (DVFG) ersparte die Nutzung von Autogas allein im Jahr 2008 unserer Luft rund 153.000 Tonnen an CO2-Emissionen. So viel höher wäre der Schadstoff-Ausstoß nämlich ausgefallen, wenn sämtliche autogasbetriebenen Fahrzeuge im gleichen Zeitraum herkömmliche Kraftstoffe verbraucht hätten. Ein beträchtlicher Beitrag zur Emissionsminderung also, an dem sich jeder beteiligen kann – sowohl durch den Kauf eines Autogas-Neuwagens als auch durch die Nachrüstung des bestehenden Fahrzeugs.

Grafik: Supress

April 2009

 

Autogas als Wirtschaftsfaktor und als Umweltentlastung erfolgreich etabliert
Erdgas-Konkurrenz fordert Wettbewerbsbenachteiligung

Autogas ist die erfolgreichste Alternativenergie in Deutschland

1.    Autogas ist weltweit die Kraftstoff-Alternative Nummer eins. Im europäischen Vergleich hat sich Deutschland in den letzten Jahren zu einem der führenden Autogas-Länder entwickelt. Das schadstoffarme Antriebskonzept hat der überwiegend mittelständisch geprägten Flüssiggas-Branche ein wichtiges neues Absatzsegment mit weiterhin aussichtsreichen Marktperspektiven eröffnet.

2.    Andere alternative Kraftstoffe, die ebenfalls zur Emissionsminderung beitragen können, sind derzeit entweder noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase oder werden lediglich mit hohen Zuschüssen und Marketing-Aufwendungen künstlich im Markt platziert. Allein Autogas bietet in Deutschland bisher die Chance, schadstoffarme Mobilität mit zielführenden Investitionen und wirtschaftlichem Erfolg zu verknüpfen.

153.000 Tonnen CO2 –Einsparung in 2008

3.    Im Jahr 2008 sind in Deutschland rund 300.000 Tonnen Autogas abgesetzt worden. Dies bedeutet eine CO2-Vermeidung von 153.000 Tonnen, verglichen mit einem entsprechenden Verbrauch herkömmlicher Otto-Kraftstoffe. Damit leistet Autogas schon heute einen nennenswerten Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung. Die hohen Einsparwerte können realisiert werden, weil Autogas im Gegensatz zu anderen Kraftstoffen nicht erst bei Neufahrzeugen emissionsmindernd greift. Die Autogas-Ausrüstung ist auch schon bei bestehenden Fahrzeugen ohne großen Aufwand möglich und rechnet sich für den Halter innerhalb kurzer Zeit.

4.    Vom Konjunktur- und Beschäftigungseffekt der steigenden Autogas-Nachfrage profitieren deshalb neben den Flüssiggas-Versorgungsunternehmen auch andere Branchen: Kfz-Werkstätten, Tankstellen, spezialisierte Ausrüster, Hersteller und Importeure der Antriebskomponenten sowie weitere Zulieferer.

Bisher über eine Milliarde Euro Investitionsvolumen

5.    Der Autogas-Boom hat also nicht nur positiven Einfluss auf die Reduzierung der Emissionen aus dem Verkehrssektor, er setzt auch ein erhebliches Wirtschaftsvolumen in Gang: Bereits bis heute haben allein die Ausstattung von 320.000 Fahrzeugen und die Errichtung von ca. 4.800 Betankungs-Stationen Investitionen in Höhe von mehr als einer Mrd. Euro mit den entsprechenden Beschäftigungseffekten ausgelöst. Dem Staat sind allein schon durch die dabei angefallene Mehrwertsteuer bisher ca. 147 Mio. Euro zugeflossen. Die durch die Steuerermäßigung für Gasantriebe entgangenen Staatseinnahmen sind vor diesem Hintergrund ein Einsatz, der sich auch für die öffentliche Hand rechnet.

6.    Der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) geht realistisch von 1,5 Mio. Fahrzeugen und 6.000 Autogastankstellen im Jahr 2015 aus. Dies entspricht durch die anfallenden Investitionen und Werkstattleistungen einem zusätzlichen Wirtschaftsvolumen von nahezu drei Mrd. Euro.

Neuwagen-Segment bei Autogas wächst kontinuierlich

7.    Der Automobilindustrie eröffnet Autogas ebenfalls neue Absatzchancen. Beim Neuwagen-Kauf spielt heute die Aussicht auf künftige Tankkosten-Entlastung fast immer eine entscheidende Rolle. Hier setzt der Autogas-Antrieb Kaufanreize, die ökologisch nachhaltiger wirken als jede Abwrackprämie.

8.    Autogas ist ein verfügbares, langjährig bewährtes Antriebs-konzept, in das die Kfz-Hersteller keine Entwicklungskosten mehr investieren müssen. Zahlreiche Hersteller haben das Marktpotenzial in Deutschland erkannt und bieten mittlerweile Autogas-Modelle entweder ab Werk oder in Kooperation mit einem Ausrüst-Partner als Neuwagen mit uneingeschränkter Garantieleistung an. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes überstiegen im Jahr 2008 erstmals die Neuzulassungen mit Autogasantrieb die der Erdgasfahrzeuge. Die bisher oft propagierte Rollenverteilung, wonach Erdgas für Neufahrzeuge und Autogas nur für Nachrüstungen geeignet sei, ist damit endgültig hinfällig.

9.    Pioniere unter den Herstellern wie z. B. Chevrolet oder Subaru, die schon frühzeitig auf das Angebot von Autogas-Neuwagen gesetzt haben, machen damit inzwischen einen beachtlichen Teil ihres Umsatzes. Nach Angaben von Chevrolet Deutschland wird jedes zehnte verkaufte Fahrzeug mit Autogas betrieben.

Erdgas-Branche fordert jetzt politisch sanktionierte Wettbewerbsverzerrung

10.Gefahr droht der anhaltend dynamischen Entwicklung des Autogas-Marktes nur, falls sich die Politik erneut – wie bereits vor einigen Jahren – von Wettbewerbsenergien instrumentalisieren lässt. Damals war durch eine einseitige Steuergesetzgebung versucht worden, dem Kraftstoff Erdgas Vorteile gegenüber Autogas zu verschaffen. Erst ein Bundestagsbeschluss im Jahr 2006 beendete diese verordnete Marktverschiebung. Nun aber gibt es Signale für einen weiteren Versuch der Erdgaswirtschaft, ihrem Kraftstoffabsatz über politische Einflussnahme endlich Schwung zu verleihen.

11.Eine im Herbst 2008 vorgelegte McKinsey-Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Erdgas als Kraftstoff im Vergleich zu Autogas unter technischen und wirtschaftlichen Aspekten deutliche Nachteile aufweist. Gegen Erdgas sprechen außerdem das dürftige Tankstellen-Netz im Vergleich zu einer flächendeckenden Versorgung bei Autogas sowie die ausgesprochen geringe Attraktivität für eine Nachrüstung im Automobil-Bestand. Die Fachleute von McKinsey kommen zu dem Schluss, dass Erdgas nur dann eine Chance im Markt besitzt, wenn es gelingt, Autogas steuerlich deutlich schlechter zu stellen. Die einzige Chance für Erdgas wird also in der Durchsetzung einer massiven Wettbewerbsverzerrung gesehen.

12.Die Erdgas-Seite hat diese Erkenntnis konsequent aufgegriffen und unter anderem das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zu ihrem Sprachrohr gemacht. Aktiv wird von der Politik gefordert, durch Aufhebung der steuerlichen Gleichstellung von Erdgas und Flüssiggas als Antriebsenergien den Wettbewerb im Markt zu Gunsten von Erdgas zu behindern.

13.Damit versucht ein marktbeherrschender Konzern, die mittelständischen Versorgungsunternehmen im Geschäftsfeld Autogas massiv zu benachteiligen, deren hohe Investitionen zu vernichten und so den unliebsamen Wettbewerber aus dem Markt zu drängen. Gleichzeitig werden damit die deutlich erkennbaren Wünsche im Markt enttäuscht. Die Verbraucher haben mehrheitlich auf den Alternativkraftstoff Autogas gesetzt und im Vertrauen auf einen fairen Wettbewerb umfangreich in die Ausrüstung der Fahrzeuge investiert. Die Entscheidung des Marktes soll nun mit Gewalt der Durchsetzung des bislang erfolglosen Erdgases als Antriebsenergie geopfert werden.

14.Angesichts der drohenden Erdgas-Versorgungsengpässe nach dem russischen Lieferstopp vor wenigen Wochen stellt sich ohnehin die Frage, ob die verfügbaren Erdgasbestände unbedingt auch noch in den Kraftstoffsektor geleitet werden müssen. Vielleicht wäre es auch für die deutschen Erdgasversorger wirtschaftlich aussichtsreicher, sich wie ihre europäischen Partnerunternehmen auf die angestammten Geschäftsfelder zu konzentrieren und auf die teure Markterschließung im Bereich der Mobilität zu verzichten.

März 2009

 

Autogas hat sich durchgesetzt
Über eine Mrd. Euro Investitionsvolumen

Alternative Antriebskonzepte spielen auch in diesem Jahr wieder eine wichtige Rolle auf der Leipziger Messe Auto Mobil International. Wie schon in den Vorjahren wird ein großer Bereich der Messehalle 3 unübersehbar dominiert von Autogas, der weltweit führenden Kraftstoff-Alternative. Kfz-Hersteller, Energieversorgungsunternehmen, Ausrüster, Technik-Zulieferer und weitere spezialisierte Aussteller präsentieren in Leipzig die gesamte Bandbreite des Autogas-Marktes und der aktuellen Motoren-Technologie für den Flüssiggas-Antrieb. In Deutschland fahren bereits mehr als 320.000 Fahrzeuge mit Autogas. Damit hat der schadstoffarme Kraftstoff sich auch hierzulande als die Nummer eins unter den alternativen Antriebskonzepten durchgesetzt – nicht nur beim Gesamtbestand und den Nachrüstungen, sondern inzwischen auch bei der Zahl der jährlichen Neufahrzeuge. Durch die deutsche Autogas-Flotte ergab sich allein im Jahr 2008 eine Minimierung der CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr um rund 153.000 Tonnen.

Die Vertreter der Flüssiggasbranche haben im Rahmen der AMI 2009 auch auf die beträchtlichen wirtschaftlichen Impulse hingewiesen, die durch den Autogas-Boom in Gang gesetzt werden. Die bisherige Ausstattung der Fahrzeuge und die Errichtung von ca. 4.800 Betankungs-Stationen haben Investitionen von mehr als einer Mrd. Euro mit den entsprechenden Beschäftigungseffekten ausgelöst. Prognosen sehen bis zum Jahr 2015 durch den weiter steigenden Investitionsbedarf und die anfallenden Werkstattleistungen rund ums Autogas ein zusätzliches Wirtschaftsvolumen von nahezu drei Mrd. Euro.

Nach Einschätzung des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. (DVFG) hat sich die steuerliche Gleichbehandlung der beiden Gaskraftstoffarten Autogas und Erdgas bewährt. Sowohl den Fahrern als auch den Kfz-Herstellern sowie Gasversorgern wird so Planungssicherheit für ihre Kauf- und Investitionsentscheidungen gegeben. Aktuellen Bestrebungen der Erdgas-Wirtschaft, die geltenden Steuervergünstigungen nach dem Jahr 2018 einseitig zu Lasten der Autogasfahrer abzuändern, solle die Politik deshalb nach Ansicht des DVFG-Vorsitzenden Hanns Richard Hareiner eine deutliche Absage erteilen: „Es wäre aus Sicht der Ökologie und der Energieeffizienz fatal, das für den Klimaschutz und die Feinstaubreduzierung bedeutsame Potenzial von mehreren Millionen deutscher Autogas-Fahrzeuge ohne Not zu gefährden.“

März 2009

 

Autogas dominiert bei alternativen Kraftstoffen
Hohe Zuwachsraten für umweltfreundliche Technik

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bescheinigt bei einem vergleichsweise noch geringen Anteil am gesamten Fahrzeugbestand in Deutschland den alternativen Antrieben eine bemerkenswerte Wachstumsrate. Hervorgehoben wird vom KBA ein Zuwachs der Flüssiggas-Fahrzeuge um 89,1 Prozent. Damit ist nach den offiziellen Zahlen des KBA Autogas in Deutschland die bei den alternativen Antrieben dominierende Energie. Zum Stichtag 1. Januar 2009 werden 306.402 mit Autogas ausgerüstete Personenkraftwagen ausgewiesen. Weiterhin zählt die Statistik des Bundesamtes 60.744 mit Erdgas betriebene Fahrzeuge, 22.330 PKWs mit Hybrid-Antrieb und 1.452 Wagen mit Elektromotor. Vergleichsweise gering ist die Zahl der rund 200 PKWs, die in Deutschland mit Wasserstoff betrieben werden.

Die intensiven Bemühungen um den Aufbau des Autogas-Marktes zahlen sich nicht nur durch eine Senkung der CO2-Emissionen, die allein im Jahr 2008 rund 153.000 Tonnen betragen hat, aus. Nach Auskunft des Deutschen Verbandes Flüssiggas (DVFG) haben die bisherige Ausstattung der Fahrzeuge und die Errichtung von ca. 4.800 Betankungs-Stationen bereits Investitionen von mehr als 1 Mrd. Euro mit den entsprechenden Beschäftigungseffekten ausgelöst. Prognosen sehen bis zum Jahr 2015 durch den weiter steigenden Investitionsbedarf und die anfallenden Werkstattleistungen rund um das Autogas ein zusätzliches Wirtschaftsvolumen von nahezu 3 Mrd. Euro.

Grafik: Supress

März 2009

 

So wird der Neuwagen zum Spar-Mobil

Abwrackprämie für Autogas-Fahrzeug nutzen!

2.500 Euro Abwrackprämie – so viel bekommen Neuwagenkäufer im Rahmen des aktuellen Konjunkturpaketes, wenn sie ihr altes Fahrzeug verschrotten lassen. Voraussetzung ist, dass das bisherige Auto mindestens neun Jahre alt ist und gegen einen Neu- oder Jahreswagen ab Schadstoffklasse 4 ausgewechselt wird. Für viele Halter älterer Fahrzeuge eine willkommene Finanzspritze, die sich sogar noch attraktiv ausbauen lässt. 2.500 Euro entsprechen nämlich ungefähr dem Mehrbetrag, der normalerweise für einen Wagen mit Autogas-Antrieb gezahlt werden muss. Für diesen Aufschlag erhält man nicht nur eine schadstoffärmere Antriebstechnologie, sondern gewissermaßen eine Garantie auf kostengünstiges Fahren. Denn wegen seiner vorbildlichen Umwelteigenschaften wird Autogas mindestens bis zum Jahr 2018 durch einen verminderten Steuersatz gefördert. Die Tankkosten an der Zapfsäule fallen dadurch wesentlich geringer aus als beim Benzin. Und wenn die Preise für herkömmliche Kraftstoffe demnächst wieder ansteigen sollten, dann lohnt sich der Umstieg erst recht.

Warum also nicht die Abwrackprämie einsetzen, um aus dem neuen Wagen von Anfang an ein Spar-Mobil zu machen? Zumal sich die betagten Fahrzeuge, um die es dabei ja geht, aus heutiger Sicht ohnehin in Sachen Spritverbrauch und Abgas-Emissionen nicht besonders vorbildlich verhalten. Wer die 2.500 Euro Abwrackprämie in eine zeitgemäße Autogas-Ausstattung investiert, kann mit seinem neuen Wagen vom ersten Tag an beim Tanken viel Geld sparen. Die Auswahl ist groß: Zahleiche Kfz-Modelle werden heute direkt von den Herstellern mit Autogas-Antrieb angeboten. Und auf diese Weise schafft die Abwrackprämie tatsächlich auch das, was manche Kritiker dieses politischen Instrumentes bisher vermissen: Sie trägt dazu bei, die Schadstoffbelastungen aus dem Verkehrssektor effektiv zu senken.

Grafik: Supress

Februar 2009

 

Jetzt schon 300.00 Autogas-Fahrzeuge

Wachsender Trend zur schadstoffarmen Mobilität

Sie fallen im Straßenverkehr nicht weiter auf, und doch haben sie ganz spezielle Qualitäten: Immer mehr Fahrzeuge, die mit der Kraftstoff-Alternative Autogas betrieben werden, verursachen deutlich geringere Schadstoff-Emissionen als die herkömmlichen Antriebsvarianten. Erst an der Tankstelle offenbart sich der kleine, aber feine Unterschied: Autogas-Fahrer steuern eine separate Zapfsäule an, die durch die Preisangabe auffällt. Hier wird der – in den meisten Fällen zusätzliche – Autogastank zu Literpreisen befüllt, von denen Benzinkunden schon vor vielen Jahren nicht mehr zu träumen wagten. Diese Preisdifferenz ist einer Steuerermäßigung zu verdanken, mit der die ökologisch vorbildlichen Eigenschaften von Autogas gewürdigt werden. Ein wirtschaftlicher Anreiz, der auf wachsendes Interesse trifft: Während sich im Jahr 2004 erst rund 30.000 Bundesbürger für Autogas-Fahrzeuge entschieden haben, ist diese Zahl bis zum Ende des Jahres 2008 verzehnfacht worden. Damit ist Autogas in Deutschland ebenso wie im internationalen Vergleich der bei weitem meistgenutzte alternative Kraftstoff.

Prognosen sehen bis zum Jahr 2010 bei der Zahl der Autogas-Fahrzeuge einen Anstieg auf rund 570.000, bis 2012 sollen es 930.000 und bis 2015 bereits 1,5 Millionen sein. Eine starke Flotte, die einen erheblichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr leisten kann. Hinzu kommt, dass Deutschland ein wichtiges Transitland für Fahrzeuge z. B. aus Frankreich, Polen und den Niederlanden ist – Länder, in denen Autogas ebenfalls einen hohen Stellenwert hat. Auch diese Fahrer wissen das flächendeckende Versorgungsnetz von inzwischen rund 4.300 deutschen Autogas-Tankstellen zu schätzen. Und ebenso wie in den europäischen Nachbarstaaten hat Autogas auch in Deutschland längst den Ruf einer reinen Umrüstlösung abgelegt: Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes war Autogas im Jahr 2008 bei den Neuzulassungen führend unter den alternativen Kraftstoffarten, vor Erdgas, Hybrid und Elektro.

Grafik: Supress

Januar 2009

 

Marktführer bei den Alternativ-Kraftstoffen:

Deutliche Zunahme der Neufahrzeuge mit Autogas

Eine Erfolgsgeschichte im Zeitraffertempo: Als der Alternativ-Kraftstoff Autogas sich auf der AMI 2004 erstmals mit einem großen Gemeinschaftsstand präsentierte, waren auf deutschen Straßen gerade einmal 30.000 flüssiggasbetriebene Fahrzeuge unterwegs. Für ihre Betankung standen knapp 600 öffentlich zugängliche Autogas-Stationen zur Verfügung. Eine Situation, in der es zweifellos noch Pioniergeist erforderte, sein Fahrzeug umrüsten zu lassen. Die finanziellen und ökologischen Produktvorteile sorgten jedoch in den folgenden Jahren für eine beispiellose Marktdynamik: 2006 war bereits die 1.000er-Grenze bei den Tankstellen überschritten und der Fahrzeugbestand auf 70.000 angewachsen. Und bis heute haben sich hierzulande mehr als 200.000 Autofahrer für die schadstoffarme Antriebstechnologie entschieden. Damit ist Autogas ebenso wie im weltweiten Vergleich auch in Deutschland Marktführer bei den alternativen Kraftstoffen. Die Tankstellen-Infrastruktur wächst nach wie vor, hat aber inzwischen mit weit über 3.500 Stationen in allen Regionen eine flächendeckende Dimension erreicht.

Nachdem der Bundestag im Jahr 2006 die drohende steuerliche Ungleichbehandlung von Autogas und Erdgas als Kraftstoff aufgehoben hatte, lag die Entscheidung zwischen den beiden Gasantriebs-Varianten bei den Verbrauchern selbst. Es waren mehrere Faktoren, die diese Entscheidung so eindeutig haben ausfallen lassen: Die Ausrüstung mit Autogas ist ein unkomplizierter Werkstatteingriff, der praktisch bei allen Fahrzeugen mit Otto-Motor möglich ist. Je nach Fahrleistung amortisiert sich die Investition vielfach bereits in weniger als zwei Jahren. Die im Gegensatz zu Erdgas niedrigen Betriebsdrücke von Autogas lassen flexible Formgebungen des Tanks zu. Die meistgenutzte Variante des Reserveradmuldentanks erfordert keinerlei Verzicht beim Kofferraum-Volumen, die Reichweite eines bivalenten Fahrzeugs wird durch das Fassungsvermögen dieser Tanks nicht selten verdoppelt. Und für Flottenbetreiber wie z. B. Taxiunternehmen, Kurierdienste oder kommunale Fuhrparks besteht die Möglichkeit, mit geringem finanziellen und baulichen Aufwand eine eigene Betriebstankstelle für Autogas-Fahrzeuge zu errichten.

Als Handicap für eine noch erfolgreichere Marktentwicklung galt bislang die Einschätzung, Autogas sei die sinnvolle Lösung für Umrüstungen im Bestand, während Erdgas sich als Antriebsvariante für Neufahrzeuge eigne. Diese Sichtweise muss spätestens mit der AMI 2008 revidiert werden: Noch nie gab es auf einer deutschen Automobil-Ausstellung so viele Autogas-Neufahrzeuge zu sehen wie dieses Jahr in Leipzig. Mit mehr als 60 unterschiedlichen Modellen von Herstellern wie z. B. Ford, Opel, Fiat, Volkswagen, Chevrolet, Subaru und Citroen steht Autogas dem entsprechenden Angebot von Erdgasfahrzeugen in nichts mehr nach.

Wer sich anschaulich und umfassend über das schadstoffarme Antriebskonzept Autogas informieren möchte, der kann auf der AMI 2008 den großen Gemeinschaftsstand besuchen (Halle 3, Stand B31). Vom 5. bis zum 13. April präsentieren dort Versorgungsunternehmen, Kfz-Hersteller, Ausrüster und Technik-Zulieferer alles, was heutige und künftige Autogasfahrer interessiert. Dabei soll auch die gerade gestartete Initiative „Autogas-Wald“ des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. (DVFG) vorgestellt werden: Für jedes Autogas-Fahrzeug, das in Deutschland entweder durch Umrüstung oder durch den Kauf eines ab Werk ausgerüsteten Modells zum Einsatz kommt, soll ein Baum gepflanzt werden.

Juni 2008

 

Start der Umweltinitiative "Autogas-Wald": Ein Baum für jedes flüssiggasbetriebene Fahrzeug

Mit einer Aufforstung im hessischen Naturschutzgebiet Mönch­bruch wurden jetzt die ersten 6.000 Bäume für einen deutschen „Autogas-Wald“ gepflanzt. Die Aktion soll auf die ökologisch vor­bildlichen Eigenschaften flüssiggas­betriebener Fahrzeuge auf­merksam machen, die seit einigen Jahren einen rasant wachsen­den Beitrag zur Emissionsminderung leisten. Weltweit ist Autogas der Alternativ-Kraftstoff Nummer eins. In Deutschland setzen bereits mehr als 230.000 Fahrer auf das schadstoffarme Antriebs­konzept.

Die Initiative zum Autogas-Wald hat der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) ins Leben gerufen, ein bundesweiter Zusammenschluss der Versorgungsunternehmen. Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Unternehmen Wald, die sich die Neuschaffung und Pflege von Wäldern und Landschafts­biotopen zur Aufgabe gesetzt hat. Die gemeinsame Idee: Für jedes Autogas-Fahrzeug, das in Deutschland entweder durch Umrüstung oder durch den Kauf eines ab Werk ausgerüsteten Modells zum Einsatz kommt, soll ein Baum gepflanzt werden. Auf diese Weise entstehen an verschiedenen Stellen Deutschlands neue Waldge­biete, die parallel zu den umwelt­entlastenden Fahr­zeugen nach­haltig zu einer weiteren CO2-Reduktion beitragen. Ebenso wie ein gesunder Wald für Zu­kunftssicherung steht, gelten praxisgerechte Alternativ-Kraft­stoffe wie Autogas als wichtige Option für Ressourcen-Scho­nung und Klimaschutz. Wenn im Jahr 2015 nach aktuel­len Prognosen mehr als eine Million Autogas-Fahrzeuge auf deut­schen Straßen unterwegs sein werden, dann sind allein durch diese abgasarme Flotte jährliche CO2-Einsparungen in Höhe von rund 1,27 Mio. Tonnen zu erwarten.

Der DVFG wird bei seinem Wald-Projekt je nach Region von unter­schiedlichen Partner-Unternehmen aus dem Autogas-Markt unter­stützt. Kooperationspartner bei der ersten Auf­forstungsaktion ist der Automobil­importeur Chevrolet Deutschland GmbH, der als einer der ersten hierzulande kon­sequent auf Autogas ge­setzt hat. Das aufgrund seiner niedri­gen Abgas­werte steuervergünstigte Antriebskonzept ist bei allen Chevrolet-Modellen in einer Umrüst-Version direkt ab Auslieferungslager erhältlich. Mittlerweile ist jeder zehnte verkaufte Neuwagen bei Chevrolet ein Fahrzeug mit Autogas-Antrieb.

Gewissermaßen in unmittelbarer Nachbarschaft des Rüssels­heimer Firmen­sitzes von Chevrolet fiel auch der Startschuss für den Autogaswald. Das Naherholungsgebiet Mönchbruch umfasst Flächenanteile der Städte Rüssels­heim und Mörfelden-Walldorf sowie der Gemeinde Nauheim. Mit einer Aus­dehnung von 937 Hektar ist es Hessens zweitgrößtes Natur­schutzgebiet. Hier wurden jetzt auf einer Fläche von 0,7 Hek­tar 6.000 Stieleichen gepflanzt. Diese Leitbaumart des Mönchbruchs ist Lebensraum zahlreicher seltener Insekten- und Vogelarten wie Heldbock, Hirschkäfer oder Mittelspecht. Auch Fledermäuse sind auf Eichenwälder angewiesen, deren Nachzucht eine unverzichtbare Maßnahme zur Erhaltung der Artenvielfalt ist.

Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. ver­braucht ein Baum rund 2,2 Tonnen CO2 im Jahr. Damit wird ein großer Teil der Schadstoff-Menge gebunden, die ein Fahrzeug im gleichen Zeitraum emittiert. Beim Autogas-Antrieb ist dieser Ausstoß ohnehin deutlich geringer als bei herkömmlichen Kraft­stoffen: Die CO2-Emissionen reduzieren sich um rund 15 bis 20 Prozent. Abgaskomponenten wie Kohlenmonoxid, Kohlenwasser­stoffe und Stickoxide, die unter anderem für die Entstehung von Smog verantwortlich sind, werden sogar um bis zu 80 Prozent vermindert. Mit dem „Autogas-Wald“ wurde also eine Initiative gestartet, die von zwei Seiten gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entlastung unserer Umwelt beitragen soll.

Juni 2008

 

Energieversorgung in höchster Qualität: Deutscher Verband Flüssiggas e. V. (DVFG)

Flüssiggas ist eine schadstoffarme Energie mit hohem Heizwert und Reinheitsgrad, die seit Jahrzehnten weltweit zur Wärmever­sorgung beiträgt. Der europäische Bedarf wird zu ca. 60 Prozent über natürlich vorkommendes Flüssiggas aus der Erdgas- und Rohölförderung, maßgeblich auch durch Förderungen in der Nordsee, gewonnen. Der übrige Anteil fällt in inländischen Raffi­nerien bei der Rohölverarbeitung im Rahmen der Koppelproduk­tion an. Die Verfügbarkeit von Flüssiggas aus natürlichen Quellen steigt weltweit an. Daraus resultiert eine hohe Versorgungssicher­heit.

Als leitungsunabhängige Energie erlaubt die mobile Energie Flüs­siggas den Einsatz moderner Gasheiztechnik auch dort, wo kein Anschluss an die allgemeinen Gasversorgungsnetze besteht. In­nerhalb des deutschen Energie-Mixes leistet Flüs­siggas durch seine saubere Verbrennung ei­nen wichtigen Beitrag zur Vermei­dung schädlicher Abgas­emissionen. Die Vielzahl der Quellen für Flüssiggas und der regionale Wettbewerb der mittelständischen Versorgungsunternehmen im Markt ermöglichen es, die Preisbe­wegungen auf den internationalen Energiemärkten weitgehend abzufedern. Die Daten des Statistischen Bundesamts bescheini­gen Flüssiggas unter den Heizenergien die geringsten Preisstei­gerungen.

Im Deutschen Verband Flüssiggas sind 120 meist mittelständi­sche Ver­sorgungsunternehmen und Zuliefererbetriebe zusam­mengeschlossen. Der Gesamtabsatz der Mitgliedsunternehmen des DVFG lag im Jahr 2007 bei 1,28 Mio. Tonnen Flüssiggas. 52,3 Prozent dieser Menge gingen in das Tankgas-Geschäft. Nach einem deutlichen Zuwachs beim Autogas-Geschäft hat das Kraftstoff-Segment mit 18,7 Prozent den Platz zwei in­nerhalb des Inlandsabsatzes eingenommen. Weitere Marktseg­mente sind Lieferungen an inländische Großhändler mit einem Anteil von 11,4 Prozent, das Flaschengas-Geschäft mit 9,7 Prozent und der Industrieabsatz mit 7,9 Prozent.

Eine bundesweit flächendeckende Infrastruktur aus 140 Großlä­gern und 550 Straßen­tankwagen gewährleistet die zuverlässige Versorgung. Alle Einrichtungen und Standorte ent­sprechen den hohen technischen und sicherheitstechnischen Anfor­derungen an Umschlag, Lagerung und Vertrieb von Flüssiggas. Diese Infra­struktur auf höchstem technologischen Stand garantiert den Kun­den nicht nur jederzeit Liefersicherheit, sondern auch eine unein­geschränkt hochwertige Produktgüte. Die Mitglieder des DVFG liefern ausschließlich definierte Flüssiggas-Qualität nach DIN 51622. In Deutschland nutzen rund 3,5 Mio. Verbraucher die mo­bile und äußerst umweltfreundli­che Energie Flüssiggas – im Haushalt, im Freizeitbereich sowie in Industrie, Gewerbe, Land­wirtschaft und zunehmend auch als Kraftstoff-Alternative für Fahr­zeuge.

Flüs­siggas erlaubt den Einsatz der gesamten Gerätepalette mo­derner Heiztechnik – vom bewährten Niedertemperaturkessel über kom­pakte Brennwerttechnik bis zur Kom­bination mit Solar-Anlagen. Wandhängende Geräte in Küche, Diele oder Bad sind ebenso möglich wie die Gas-Heizzentrale unter dem Dach. Auch im Zusammenspiel mit besonders energieeffizienten Technologien wie der Gaswärmepumpe und der Kraft-Wärme-Kopplung hat sich Flüssiggas bewährt.

Weiterhin wachsende Chancen für die Zukunft sieht die Flüssig­gas-Branche im Absatz-Segment Autogas. Flüssiggas ist weltweit der wich­tigste Alter­nativ-Kraftstoff für Pkw, Busse und Nutzfahr­zeuge. Die Praxis­tauglichkeit des Flüssiggas-Antriebs wird seit Jahrzehnten unter Beweis gestellt. Bei Autogas reduziert sich der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid gegenüber konventio­nellen Ben­zinfahrzeugen um etwa 15 Prozent. Abgaskomponen­ten wie Kohlenmonoxid, Kohlen­wasser­stoffe und Stickoxide, die unter anderem für die Entstehung von Smog verantwortlich sind, wer­den gegenüber dem Dieselbetrieb sogar um bis zu 80 Prozent vermindert. Inzwischen gibt es in ganz Deutsch­land ein Netz von mehr als 3.700 öffentlich zugänglichen Autogas-Tankstellen. Über 230.000 Fahrzeuge sind bereits mit dem schadstoffarmen Antrieb unterwegs.

Juni 2008

 

In wenigen Jahren von 200 auf mehr als 3.700: Rasante Entwicklung bei Autogas-Tankstellen

Gutes Gewissen oder gutes Geld? Leider war es schon immer et­was teurer, sich wirklich umweltgerecht zu verhalten. Zu­mindest gilt dies für viele Lebensbereiche wie z. B. die Ernäh­rung oder große Bereiche der Haushaltstechnik. Ausgenommen von dieser fatalen Koppelung ist erfreulicherweise die Mobilität im Straßen­verkehr: Wer sein Fahrzeug statt mit Ben­zin mit dem schadstoff­armen Autogas antreibt, der senkt nicht nur die Emissionen aus dem Aus­puff, sondern gleichzeitig auch die Tankkosten. Wegen des Um­welt-Bonus dieser Kraftstoff-Alternative muss an der Zapf­säule nur etwa die Hälfte des Preises für Super gezahlt werden. Und weil Auto­gas besonders sauber und rückstandslos verbrennt, verlängert sich zudem die Lebensdauer von Motor und Zünd­kerzen. Kein Wunder, dass der Autogasantrieb innerhalb we­niger Jahre den Sprung vom winzigen Nischenmarkt zum Massen­trend mit mittler­weile mehr als 230.000 zufriede­nen Nutzern geschafft hat.

Ein deutliches Anzeichen für diese Entwicklung ist der rasche An­stieg der öffentlich zugänglichen Autogas-Tankstellen in Deutsch­land. Lag deren Zahl im Jahr 2000 noch bei über­schau­baren 200, so hatte sie sich bis 2006 bereits verzehnfacht. Und seitdem die Steuervergünstigung für Autogas bis zum Jahr 2018 festgeschrie­ben wurde, kommen jeden Tag meh­rere neue Tankstellen hinzu. Bis heute ist ihre Zahl bun­desweit auf über 3.700 angestiegen. Damit findet jetzt praktisch jeder Autogas-Fahrer auch in seiner Nähe mindes­tens eine Station zum kosten­günstigen Nachtanken. Während Fern­fahrten vor einigen Jahren noch entlang der raren Zapfsäulen-Standorte geplant werden mussten, gehören zeit­rau­bende Tankumwege längst der Vergangenheit an – zumal auch das Autogas-Angebot an den Autobahn-Raststätten derzeit rasant aus­gebaut wird. Eine ständig aktualisierte Liste al­ler Auto­gas-Tank­stellen mit Adressangaben und Öff­nungs­zeiten gibt es im Internet unter www.autogastanken.de.

Foto: Supress

Juni 2008

 

Ab wann rentiert sich Autogas? Diese Formel berechnet die Wirtschaftlichkeit

Lohnt es sich, mein Fahrzeug mit einem Autogas-Antrieb aus­zustatten? Diese Frage stellen sich in letzter Zeit immer mehr Autofahrer, wenn sie gerade mal wieder fürs Volltanken ein klei­nes Vermögen ausgegeben haben. Die Vorteile der Gas-Aus­rüstung liegen auf der Hand: Autogas produziert nicht nur weni­ger Schadstoffe, sondern auch deutlich weniger Kosten. Nicht einmal die Hälfte des Literpreises für Superben­zin wird an der Autogas-Zapfsäule fällig. Obwohl der Verbrauch beim Gasbe­trieb je nach Fahrweise um bis zu 20 Prozent höher liegt als bei Benzin, hat sich der rund 1.800 bis 2.700 Euro kostende Umbau also schon bald über den wesentlich niedrigeren Kraftstoffpreis amortisiert.

Wie schnell ein umgerüstetes Fahrzeug in den grünen Bereich fährt, das kann jeder mit einer einfachen Formel selbst ausrech­nen. Dafür muss man lediglich den Verbrauch des Fahrzeugs, die ungefähre Höhe der Umrüstkosten sowie die aktuellen Liter­preise für Benzin und Auto­gas kennen. Die entsprechenden Werkstätten und über 3.700 Tankstellen in Deutschland sind im In­ternet unter www.autogastanken.de aufgelistet. Die Umrüst­kosten werden mit hundert multipliziert, das Resultat dann geteilt durch die Differenz von Benzin- und Autogaskosten, jeweils für 100 Ki­lometer. Die Zahl, die diese Rechnung ergibt, entspricht den Kilometern, die bis zur Amor­tisation gefahren werden müs­sen. Je höher die jährliche Fahrleistung ausfällt, desto schneller ist diese errechnete Strecke also zurückgelegt. Und da­nach wird jeder Tankstopp zur echten Sparmaßnahme.

Grafik: Supress

Juni 2008

 

Was Sie schon immer über Autogas wissen wollten

Zehn Antworten auf häufig gestellte Fragen

Immer mehr Autofahrer steigen um: Mit Autogas statt Benzin zahlen sie beim Tanken nur noch rund halb so viel wie bisher. Gleichzeitig profitiert die Umwelt, weil auch der Schadstoffausstoß sinkt. Je höher die Benzinpreise klettern, desto größer der Infor­mationsbedarf über den Wechsel zum Gasan­trieb. Wir haben deshalb die wichtigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen zu­sammengestellt:

Was ist Autogas?

Autogas ist der weltweit meistgenutzte Alternativ-Kraftstoff. Es besteht aus Propan, Butan bzw. deren Gemischen und ent­spricht damit dem Brennstoff Flüssiggas, den wir auch als Heizenergie oder z. B. aus Feuerzeugen kennen. Autogas ist leicht transpor­tabel und leitungsunabhängig, weshalb es für die Tankstellen keine Standortprobleme gibt.

Welche Vorteile bringt der Umstieg?

Für einen Liter Autogas müssen an der Tankstelle derzeit nur et­was über 60 Cent gezahlt werden. Dieser günstige Preis ergibt sich aus dem Energiesteuergesetz, das für Autogas eine steuer­liche Vergünstigung vorsieht. Der Preisabstand zum Benzin wird auch weiterhin Bestand haben, weil die Vergünstigung bis zum Jahr 2018 festgeschrieben wurde.

Warum wird Autogas steuerlich gefördert?

Fahrzeuge mit Autogasantrieb liefern einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz: Der Ausstoß gefährlicher Treibhausgase ist we­sentlich niedriger als bei anderen fossilen Kraftstoffen. Im Jahr 2015, für das Experten einen Bestand von mehr als einer Million Autogas-Fahrzeugen erwarten, kann durch deren Nutzung bereits eine CO2-Minderung von rund 1,27 Mio. Tonnen erreicht werden. Ökologisch vorbildlich verhalten sich Auto­gas-Antriebe gerade auch bei den Feinstaubemissionen.

Was kostet die Ausrüstung mit einem Autogas-Antrieb?

Die Preise für den Werkstatteingriff, der ca. zwei Tage erfor­dert, hängen vom Autotyp und der Autogas-Anlage ab. Üblich sind Kosten von rund 1.800 bis 2.700 Euro, die sich bei Viel­fahrern jedoch oft in weniger als zwei Jahren amortisiert ha­ben. Die Aus­rüstung sollte man grundsätzlich nur einem se­riösen Fachbetrieb anvertrauen, der mit Autogas-Anlagen Er­fahrung hat.

Was ändert sich nach der Autogas-Ausrüstung?

Nach einer fachgerechten Ausrüstung gibt es keine Unter­schiede beim Fahrverhalten – außer einem etwas leiseren Motoren­ge­räusch. Äußerlich ist ein Autogas-Fahrzeug ledig­lich an der zwei­ten Tanköffnung und einem kleinen Schalter am Armaturen­brett zu erkennen. Denn beim PKW wird üblicherweise die bivalente Betriebsweise gewählt, bei der der Benzintank erhalten bleibt. Das Umschalten zwischen beiden Kraftstoffen ist jederzeit möglich, selbst während der Fahrt.

Gibt es auch Neufahrzeuge direkt vom Händler?

Neben den Umrüstlösungen bieten immer mehr Kfz-Hersteller Autogas-Fahrzeuge ab Werk bzw. Neuwagen-Angebote mit Aus­rüst-Kooperationspartnern an. Einige dieser Hersteller ha­ben mit Autogas-Modellen bereits langjährige Erfahrungen in anderen Ländern. In Deutschland gibt es mittlerweile Neuwa­gen von Su­baru, Chevrolet, Mazda, Volkswagen, Fiat, Mitsu­bishi, Opel, Ford, Lada und Kia.

Wo kann man Autogas tanken?

Auf deutschen Straßen gibt es inzwischen ein flächendeckend ausge­bautes Netz von mehr als 3.700 Autogas-Tankstellen, das immer noch ständig wächst – auch an den Autobahn-Rast­stätten. Es wird erwartet, dass bis 2015 jede dritte Tank­stelle Autogas anbietet. Die genauen Standorte und Öff­nungszeiten lassen sich im Internet unter www.autogastanken.de abrufen.

Wie sieht es mit dem Tanken im Ausland aus?

In vielen europäischen Ländern wie z. B. Italien, Polen oder den Niederlanden gehören Autogas-Zapfsäulen seit langem zum übli­chen Straßenbild. Für Reisen mit dem Autogas-Fahr­zeug gibt es rund um Deutschland eine ausreichende Infra­struktur. Die Quali­tätsanforderungen an Autogas sind europa­weit einheitlich in der Norm DIN EN 589 geregelt.

Welche Reichweite bietet eine Flüssiggas-Tankfüllung?

Wegen der hohen Energiedichte und der niedrigen Betriebs­drücke von Autogas können die Tanks recht klein ausfallen. Bei vielen Fahrzeugmodellen hat sich die Variante eines platzsparenden, reifenförmigen Tanks für die Reserverad­mulde durchgesetzt. Trotz dieser kompakten Maße sind damit je nach Modell Reich­weiten bis zu 600 Kilometern problemlos möglich. Durch die Um­schalt-Möglichkeit auf Benzinbetrieb lässt sich der Radius ohne Tankstopp sogar verdoppeln.

Dürfen Autogas-Fahrzeuge in Tiefgaragen parken?

Bei Einfahrtsverboten an Parkhäusern und Tiefgaragen han­delt es sich meistens um völlig veraltete Schilder. Denn bereits 1988 wurden in der mittlerweile bundesweit geltenden „Muster-Gara­genverordnung“ sämtliche Einschränkungen für das Parken von Autogas-Fahrzeugen in Tiefgaragen aufgeho­ben.

Juni 2008

 

Umschalten auf Umweltschutz - Schadstoffarmer Kraftstoff per Knopfdruck

Eine zusätzliche Tanköffnung und ein kleiner Schalter am Ar­ma­turenbrett bzw. auf der Mittelkonsole: Das sind die beiden dezenten äußerlichen An­zeichen, dass es sich bei diesem Fahrzeug um etwas Beson­deres handelt. Und auch wenn nach Betätigung des Schalters zunächst keinerlei Ver­ände­rung zu spüren ist – spätestens beim nächsten Tankstopp wird klar, was dieses Auto von an­deren unter­scheidet: Es fährt mit Autogas, jener immer ge­fragteren schadstoffarmen Kraft­stoffvariante, die aufgrund ei­ner Steuer­vergünstigung die Spritkosten um gut die Hälfte sinken lässt. Mehr als 230.000 Fahrer haben sich in Deutsch­land bereits für diese Spar-Vari­ante der Mobilität entschieden. Üblich ist der Einsatz bivalen­ter Fahrzeuge mit Autogas- und Benzinantrieb, zwischen de­nen jederzeit per Knopfdruck ge­wechselt werden kann.

Das Umschalten auf Autogas dient aber nicht nur dem Um­weltschutz und einer Reduzierung der Betriebskosten, es för­dert auch die Lebensdauer des Fahrzeugs. So bieten Auto­gasanlagen heute im Zusammenspiel mit den elektronischen Steuerungen mo­derner Fahrzeuge uneingeschränkten Fahr­komfort bei gleich­zeitiger Schonung der Motorentechnik. Die Verbrennung verläuft dank der homogenen Gemischbildung weich und nahezu rückstandsfrei. Zündkerzen und Auspuff­anlage werden entlastet, die Ölwechselintervalle können ver­längert werden. Und die poten­zielle Reichweite vergrößert sich beträchtlich, denn bei Bedarf kann das Fahrzeug jeder­zeit im Benzinbetrieb weiterfahren. Angesichts einer mittler­weile flächendeckend ausgebauten und immer noch wach­senden Tankstellen-Infrastruktur von rund 3.700 Stationen müs­sen in Deutschland allerdings keine Ver­sorgungslücken be­fürchtet werden.

Juni 2008

 

Schadstoffreduzierung ohne Komfortverzicht: Autogas-Antrieb schränkt das Fahrvergnügen nicht ein

Viel Komfort, wenig Verbrauch – oder anders ausge­drückt: unge­trübtes Fahrvergnügen für möglichst wenig Geld. Das erwarten die Deutschen vom Auto der Zukunft. Ein nicht ge­rade leichter Spagat, den eine aktuelle Studie der Stiftung für Zukunftsfragen (Hamburg) als Ergebnis liefert. In einer Re­prä­sentativbefragung bekommt der sparsame Benzin­verbrauch mit 76 Prozent zwar die meisten Nennungen, aber auf Annehmlichkeiten wie eine leis­tungsstarke Klimaanlage, ein Navi­gationssystem und komfor­tablen Musikgenuss möch­ten die meisten Befragten natürlich auch nicht verzichten. „Vom Kli­ma­wandel zum Sinneswandel ist noch ein weiter Weg“, so die Bewertung der Umfrage-Resultate durch Prof. Horst W. Opa­schowski, dem Wissenschaftlichen Leiter der Zukunfts­stiftung: „Zwischen dem Auto von Morgen und den Autofah­rern von Heute liegen noch Welten.“

Es gibt allerdings eine wachsende Zahl von Deutschen, bei denen der Sinneswandel schon eingesetzt hat. Rund 230.000 Autofahrer haben sogar einen praktischen Weg gefunden, die Distanz zwischen Fahrspaß, Wunschauto und den ökologi­schen Notwen­digkeiten zu überbrücken: Beim Fahren mit Autogas verringert sich zwar nicht der Spritverbrauch. Aber wegen der niedrige­ren Schadstoff-Emissionen und der ermä­ßigten Besteuerung gibt es trotzdem sowohl in der Umweltbi­lanz als auch in der eigenen Geldbörse ein dickes Plus. Und was viele besonders schätzen: Autogas-Fahrzeuge erfordern keinerlei Einschrän­kungen bei Leistung oder Fahrkomfort. Bemerkbar macht sich der Alternativ-Kraftstoff erst beim Tan­ken, wo der Literpreis rund die Hälfte unter dem vom Super­benzin liegt. Übrigens: Die Umfrage zum Auto der Zukunft hat auch gezeigt, dass für immerhin rund die Hälfte der Befragten „wenig Abgase“ als wichtiges Kriterium gelten. Und diese Wertschätzung dürfte noch einmal deutlich zulegen, sobald sich herumspricht, dass die Abgasarmut bei Autogasfahrzeu­gen mit wesentlich geringeren Spritkosten gekoppelt ist.

Juni 2008

 

Die Energie für alle Fälle: Multitalent Flüssiggas

Moderne Gasheiztechnik ist für die meisten Bauherren ein we­sentliches Ausstattungsmerkmal ihres geplanten Gebäudes. Gerade beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern ist eine kompakte, wirtschaftliche Gasheizzentrale inzwischen die be­liebteste Quelle für Raum­wärme und komfortable Warm­wasser­bereitung. Auch in Regio­nen ohne öffentliches Gasleitungsnetz muss darauf nicht ver­zichtet wer­den: Der Brennstoff Flüssiggas aus dem heute oft unterir­dischen Tank im Garten erlaubt den Einsatz leistungs­starker Gas­heizkessel völlig unabhängig vom Standort. Wer sich für Flüssiggas entscheidet, hat außerdem alle Optionen auf aktu­elle und zukünftige technische Entwick­lun­gen: Nicht nur die besonders ergiebige Brennwerttechnik lässt sich mit Flüssiggas nutzen. Auch im Zusammenspiel mit Solar­anlagen und Blockheizkraftwerken spielt die mobile Energie ihre energiesparen­den und umweltverträglichen Stärken aus.

Über seine Funktion als vielseitige Gebäude-Energie hinaus ist Flüs­siggas ein wahres Multitalent. Die Unabhängigkeit von langen Lei­tungen, die schadstoffarme Verbrennung und die ein­fache Handha­bung prädestinieren den Brennstoff nämlich zu einer na­hezu uner­schöpflichen Fülle von Anwendungen. Wie unproblema­tisch der Transport von Flüssiggas ist, kennen die meisten vom Mas­senartikel Einweg-Feuerzeug oder vom Camping-Urlaub. Dort dient Flüssiggas als ideale Reise-Energie zum Kochen, Kühlen und Be­leuchten. Flüs­siggas-Grills übertragen den Komfort punkt­genauer Wärmeregulie­rung zur Speisenzubereitung auf die Gar­tenparty. Mit handlichen Brennern lässt sich nicht nur Schweißen und Löten, son­dern bei­spielsweise auch Unkraut beseitigen. Der Einsatz von Flüs­siggas-Flaschen hilft unter anderem im Straßen­bau, bei der Gebäu­detrock­nung, bei Terrassen­strahlern in der Gastronomie oder dient zur Ver­sorgung fahrbarer Bratwurst-Stände. In der Landwirtschaft sorgen Flüssiggas-Strahler für Wärme bei der Viehaufzucht oder für Dün­gung in Gewächshäu­sern durch CO2-Anreicherung. Flüssiggas­be­triebene Gabelstapler dürfen wegen ihrer Schadstoffarmut auch in geschlossenen Werkshallen fahren. Und wer nicht nur die heimische Heizkosten­rechnung, sondern auch die Betriebskosten seines Autos senken möchte, der sollte auf die Kraftstoff-Alternative Autogas set­zen.

Juni 2008

 

Alternativ-Kraftstoff für Fuhrparks

Betriebskosten senken mit Autogas

Europas Autofahrer geben Gas: Mehr als 5,5 Mio. Fahrzeuge werden bereits mit dem schadstoffarmen Alternativ-Kraftstoff Au­togas angetrieben. Der deutsche Anteil an dieser gewalti­gen Au­togas-Flotte entwickelt sich wegen der bis zum Jahr 2018 festge­schriebenen Steuervergünstigung mit enormen Wachs­tumsraten: Mehr als 230.000 Fahrzeuge sind es be­reits, und schon in sieben Jahren erwarten Verkehrs­experten einen Bestand von mehr als einer Million Autogas-Fahrzeugen auf deutschen Straßen. Damit erreicht auch die Schadstoffre­duzierung durch diese Antriebsvari­ante eine be­achtliche Grö­ßenordnung: Rund 1,27 Mio. Tonnen CO2 werden unserer Umwelt dann erspart blei­ben.

Das wichtigste Argument für die Nutzer ist jedoch zweifellos der Preisvorteil gegenüber Benzin. Und ein Teil des derzeiti­gen Sie­geszuges von Autogas dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich auch Flottenbetreiber und Fuhrparkmanager einem Slogan wie „Tanken für die Hälfte“ nicht länger ver­schließen können. Ob kleiner Taxi-Familienbetrieb, kommu­nale Betriebs­flotte oder internationaler Paketzustell-Service: Der Anstieg der Kraftstoff­preise entwickelt sich zuneh­mend zu einem belasten­den Faktor für die Betriebskosten. Und speziell dort, wo hohe jährliche Fahr­leistungen die Regel sind, wird eine Inves­tition in effektive Kos­tensenkungsmaßnahmen zum Wettbewerbsvorteil – vor allem dann, wenn die Amortisations­zeiten klar zu berech­nen sind. Denn diese Rechnung offen­bart: Bei regelmäßigem Einsatz, wie er für Firmenautos ja ty­pisch ist, rechnet sich der Umstieg auf Autogas, selbst wenn z. B. die „Flotte“ eines Fachbetriebs nur aus einem Service-Fahrzeug besteht.

Auch die Automobilbranche hat den Trend erkannt. In Ergän­zung zu den bisherigen Umrüst-Lösungen für den Fahrzeug­bestand wird derzeit das Neuwagen-Angebot zahlreicher Her­steller aus­geweitet. Fahrzeuge ab Werk bzw. Neuwagen-An­gebote mit Aus­rüst-Kooperationspartnern gibt es mittler­weile z. B. von Subaru, Chevrolet, Mazda, Volkswagen, Ford, Fiat, Opel, Lada und Kia – teilweise sogar mit speziellen „Ta­xipa­keten“, die ne­ben dem Autogas-Antrieb auch die techni­sche Vorrüstung für Taxi-Aus­stattungen umfassen.

Juni 2008

 

Umweltfreundliche Taximodelle von VW

Ab sofort sind der Passat BlueMotion sowie der Sharan LPG mit einem Taxi- bzw. Mietwagenpaket erhältlich.

Der von einem 105 PS starken TDI-Motor angetriebene Passat BlueMotion verbraucht nach Werksangaben lediglich 5,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer (5,2 Liter beim Variant) und stößt 136 g/km bzw. 137 g/km (Variant) CO2 aus. Den Passat Variant BlueMotion mit Taxi-/ Mietwagenpaket gibt es 19.287 Euro (unter Berücksichtigung des Taxinachlasses zzgl. MwSt.).

Ebenso ab sofort mit Taxi- bzw. Mietwagenpaket erhältlich ist die Flüssiggasvariante des Sharan. Der mit einem 115 PS starken Ottomotor ausgestattete Van wurde in Kooperation mit der Firma PrinceGas umgerüstet. Ergänzt wurde der Flüssiggastank mit einem Fassungsvermögen von rund 60 Litern, der in der Reserveradmulde eingebaut wird, ohne dabei die Nutzung des Fahrzeuginnenraums einzuschränken.

Durch den Flüssiggastank steigt die Reichweite nach VW-Angaben um 450 zusätzliche auf insgesamt 1.180 Kilometer. Der Sharan LPG mit Taxi-/ Mietwagenpaket kann unter Berücksichtigung des Taxinachlasses ab einem Preis von 22.046 Euro netto bestellt werden.

 

Sparsamer und sauberer unterwegs mit Umrüst-Lösungen von Opel

Opel Service: Autogas-Nachrüstung in Werksqualität und mit Garantie
21.02.2007 - 15:00 Uhr
Rüsselsheim (ots) -

  • Dank Autogas rund 40 Prozent Kraftstoffkosten sparen und Reichweite verdoppeln
  • Auch mit Dieselpartikelfilter-Nachrüstung umweltfreundlicher unterwegs
  • 4,9 Millionen Servicekontakte im Jahr - Individuelle Lösung für jeden

Neben den erfolgreichen Erdgasfahrzeugen Zafira CNG und Combo CNG (Compressed Natural Gas) bietet Opel künftig auch Autogas an: Die Opel Service Partner bieten ab März die fachgerechte Umrüstung der aktuellen Modellreihen Astra, Corsa, Meriva, Vectra und Zafira mit ausgewählten Motorvarianten an. Nach dem Umbau kann der Fahrer bequem per Schalter von Benzinbetrieb auf Autogas wechseln. Vorteile: Um bis zu 40 Prozent günstigere Kraftstoffkosten, reduzierte Schadstoff-Emissionen und - dank des zusätzlichen, in der Reserveradmulde eingebauten Autogastanks - doppelte Reichweite im Vergleich zum Basisfahrzeug mit Benzinantrieb. Die Euro-4-Einstufung bleibt erhalten, auf die Komponenten sowie den fachgerechten Umbau durch speziell geschulte Mitarbeiter gibt es zwei Jahre Garantie.

"Die Aufnahme der Umrüstkits in unser Produkt-Portfolio ist eine Entscheidung für Autogas und nicht gegen Erdgas, die Zielgruppen sind klar abgegrenzt. Autogas ist eine wichtige Ergänzung, um den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden", erklärt Todd Gaffner, Direktor Service von Opel.

Auch für Besitzer von Dieselfahrzeugen hat Opel passende Nachrüstlösungen parat: Sie können sich einen Dieselpartikelfilter einbauen lassen und sind dann, wie die Käufer der meisten Opel-Neuwagen mit Selbstzünder, mit weißer Weste unterwegs - auch bei Feinstaubalarm. Die intelligente Opel-Lösung verzichtet auf die Beimengung von Kraftstoffadditiven. Dank eines speziellen Regenerierungsverfahrens bleiben Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Leistung nahezu auf dem gleichen Niveau wie beim Betrieb ohne Filter. Neben Rußpartikeln werden die Emissionen von Kohlenwasserstoffen (HC) und Kohlenmonoxid (CO) wirkungsvoll abgesenkt, für die Reduzierung der Stickoxid-Emissionen (NOx) sorgen innermotorische Maßnahmen.

Todd Gaffner: "Autogas und Partikelfilter sind zwei Highlights aus unserem Nachrüstprogramm. Hier wird der integrierte, auf das jeweilige Fahrzeugmodell abgestimmte Entwicklungsansatz von Opel-Zubehör besonders deutlich. Die hohe Qualität unserer Arbeiten im Service korrespondiert stets mit der Qualität unserer Produkte. Und das gilt für die allermeisten unserer 4,9 Millionen Servicekontakte pro Jahr - von A wie Auspufftausch bis Z wie Zahnriemenwechsel."

Quelle: Pressetext Adam Opel GmbH v. 21.02.2007

 

Ford Transit jetzt auch mit Autogas-Antrieb

KÖLN, 5. Februar 2007 -- Ford und die CNG-Technik GmbH, Mainz, präsentierten ihn auf der vergangenen IAA Nutzfahrzeuge, ab sofort ist er bestellbar: der neue Ford Transit mit Autogas-Antrieb. Damit bietet Ford seinen Kunden in Deutschland erstmals ein LPG-Modell an (LPG = Liquefied Petroleum Gas = Flüssiggas = Auto-gas). Der Mehrpreis für die Umrüstung durch die CNG-Technik GmbH auf Flüssig-gas beträgt 2.920 Euro (zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer). Als Motor für den Ford Transit LPG kommt das 2,3 Liter-Duratec-Benzin-Triebwerk mit 107 kW (145 PS) zum Einsatz. Dieses Aggregat ist werksseitig für die Umrüstung auf Flüssiggas-Antrieb durch die CNG-Technik GmbH vorbereitet.

Der Ford Transit LPG hat eine Lkw-Zulassung und erfüllt im Benzin- wie im Flüs-siggas-Modus die Euro 4-Norm für Nutzfahrzeuge. Dank eines intelligenten Motor-managements und aufwendiger Abgasreinigungstechnologie ist das Fahrzeug jedoch so sauber, dass es die wesentlich strengere Euro 4-Norm für Pkw deutlich unter-schreiten würde – so liegen zum Beispiel die Stickoxidwerte des Ford Transit LPG um 64 Prozent unter dem entsprechenden Euro 4-Grenzwert für Nutzfahrzeuge.

Der neue Ford Transit LPG steht in drei unterschiedlichen Radständen (kurz, mittel, lang) und in drei unterschiedlichen Varianten (Kastenwagen, Pritschenwagen und Fahrgestell) zur Auswahl – jeweils in Kombination mit Heckantrieb. Das Einstiegs-modell ist der Ford Transit Kastenwagen FT 330 K LPG mit kurzem Radstand.

Bei allen Ford Transit LPG-Varianten ist der Ringtank (Tankvolumen: 95 Liter, ef-fektiv nutzbar: 76 Liter) unterflur unter dem Fahrzeugboden anstelle des Reserve-rads montiert. Die Reichweite im Flüssiggas-Betrieb beträgt rund 470 Kilometer. Hinzu kommt, unabhängig vom Radstand, der serienmäßige 80-Liter-Tank für Su-perkraftstoff, so dass die Gesamtreichweite über 1.000 Kilometer betragen kann.

Der neue Ford Transit LPG hat ein vollelektronisch gesteuertes Einblassystem. Eine
elektronische Kennfeldsteuereinheit in Kombination mit einer Multiporteinblasung über sequentiell getaktete Gasdosierventile sorgt für ein optimales Gas-Luft-Gemisch in den Zylindern und für optimale Zündzeitpunkte. Dies ist eine wesentli-che Voraussetzung für eine möglichst vollständige und effiziente Gasverbrennung und damit für niedrige Emissionswerte. So emittiert der Ford Transit LPG im Flüs-siggas-Betrieb lediglich 266 Gramm CO2 pro Kilometer.

Der neue Ford Transit, in Deutschland seit Juli 2006 auf dem Markt, ist auch mit Erdgas-Antrieb verfügbar. Alle neuen Ford Transit Erdgasfahrzeuge können außer-dem regenerativ erzeugtes Bio-Methan tanken. Dies ist rekordverdächtig: Kaum ein anderes Nutzfahrzeug dürfte, wie der Ford Transit, je nach Motor gleich fünf Kraft-stoffe vertragen: Diesel, Benzin, Flüssiggas, Erdgas und Bio-Methan.

Flüssiggas entsteht als Nebenprodukt bei der Erdöl- und Erdgasgewinnung, vor al-lem aber als Raffinerie-Nebenprodukt, und ist ein Gemisch aus Propan und Butan. Flüssiggas ist im gasförmigen Zustand schwerer als Luft und wird bereits unter sehr geringem Druck (circa acht bar) flüssig. Erdgas ist ein brennbares und ungiftiges Naturprodukt, dessen Hauptbestandteil Methan ist. Erdgas ist leichter als Luft und wird in komprimierter Form bei einem Betriebsdruck von 200 bar gespeichert.

Die Bundesregierung hat Erdgas und Flüssiggas steuerlich gleich gestellt. Dies be-deutet, dass Erdgas und Flüssiggas bei der Mineralölsteuer bis Ende 2018 gegenüber Benzin- und Dieselkraftstoff in gleichem Maße begünstigt werden.

 

Steuererbegünstigung bis 2018 (Artikel vom Juni 2006)

Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag, den 29. Juni 2006, beschlossen, die Steuerbegünstigung für die Alternativ-Kraftstoffe Erdgas und Flüssiggas gleichermaßen bis zum Jahr 2018 festzulegen. Damit wird eine seit mehreren Jahren andauernde Unsicherheit über die weitere Förderung von Autogas, also Flüssiggas als Kraftstoff, durch das gemeinsame Votum der Koalitionsfraktionen beendet. Nach bisheriger Regelung war Erdgas bis 2020 begünstigt, Autogas dagegen nur bis 2009. In dieser Ungleichbehandlung hatten zahlreiche Politiker einen wettbewerbsverzerrenden Eingriff in den Markt gesehen, für den es weder eine ökologische noch eine politisch nachvollziehbare Grundlage gab. Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) begrüßt, dass die verabschiedete Fassung des Energiesteuergesetzes nun die Chance auf faire Marktbedingungen eröffnet, bei denen die Auswahl einer schadstoffarmen Antriebsvariante den Verbrauchern selbst überlassen wird.

Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungsstadien der beiden Gaskraftstoffe zeigt, dass die Abstimmung der Verbraucher bereits bisher eindeutig zu Gunsten des Autogases ausgefallen ist. Mit mehr als 85.000 flüssiggasbetriebenen Fahrzeugen und einer Infrastruktur von über 1.450 öffentlich zugänglichen Tankstellen wurde eine Größenordnung erreicht, von der der Kraftstoff Erdgas weit entfernt ist. Nach Ansicht des DVFG wird sich diese dynamische Entwicklung auf Basis der steuerlichen Gleichbehandlung fortsetzen. Die marktwirtschaftliche Gleichstellung, so der Verbandsvorsitzende Hanns Richard Hareiner, wird bisher zurückgehaltene Investitionen freisetzen und die Dichte des Tankstellennetzes weiter steigern. Bereits bis zum Ende dieses Jahres soll das Netz auf 2.000 Stationen ausgebaut werden. Allein an den deutschen Autobahnen sollen dann mindestens 50 Tankmöglichkeiten für Autogas bestehen. Hareiner geht davon aus, dass die überwiegend mittelständischen Versorgungsunternehmen der Flüssiggasbranche noch während des laufenden Jahres rund 40 Mio. Euro in den Ausbau des Tankstellennetzes und der Vertriebsstrukturen für Autogas investieren werden.

Die Fortschreibung der steuerlichen Förderung bestätigt ausdrücklich die zahlreichen Autofahrer, Flottenbetreiber und Tankstellenpächter, die schon bisher auf den schadstoffarmen Kraftstoff Autogas setzten. Auch bei den Kfz-Werkstätten, die Autogas-Ausrüstungen vornehmen, wird jetzt mit einem enormen Nachfrageschub gerechnet. Durch die Gleichstellung ist die notwendige Planungssicherheit gegeben, Autos mit hoher wirtschaftlicher Attraktivität umzurüsten. Es wird zudem erwartet, dass die Entscheidung des Bundestags nun auch Konsequenzen für die Modell-Strategie der Automobilindustrie haben wird. Bisher galt Autogas wegen des geringen technischen Aufwands vornehmlich als ideale Lösung für nachträgliche Ausrüstungen im Fahrzeugbestand. Die großen Kfz-Hersteller, die flüssiggasbetriebene Fahrzeuge seit Jahren im europäischen Ausland serienmäßig anbieten, hatten sich auf dem deutschen Markt bislang wegen der Unsicherheit über die künftige Steuergesetzgebung zurückgehalten. Lediglich einige wenige Fahrzeugmarken wie z. B. Subaru und Chevrolet Deutschland hatten bereits auf das große Verbraucherinteresse reagiert und bieten ihre Modelle auch mit Autogas-Antrieb an. Diesem Schritt könnten jetzt kurzfristig auch weitere Hersteller folgen, so dass die mit dem politischen Beschluss intendierte Schadstoffminderung im Verkehrssektor eine sich stetig verbreiternde Basis erhält.

 

Finger weg von billigen Ausrüstangeboten!

ADAC warnt: Abzocker machen mit Gas Kohle
Wir sind mit dem ADAC einer Meinung.

Der ADAC warnt vor einer neuen Masche, um an das Geld von Autofahrern zu kommen. Im Internet wird für die Umrüstung von mit Benzin betriebenen Fahrzeugen auf Flüssiggas (Autogas) geworben. Angeblich soll die komplette Umrüstung nur 89, 90 Euro kosten. Einzige Auflage: Das Auto muss für Werbung zur Verfügung gestellt werden. Liest man allerdings das Kleingedruckte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), entsteht ein völlig anderes Bild.

Dort wird nur von einer Aufnahme in eine Kundendatei geschrieben. Dafür ist eine Aufnahmegebühr von 39,90 Euro zu bezahlen. Anschließend beginnt eine Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Während dieser soll ein Unternehmen gefunden werden, das mit Gas ausgerüstete Fahrzeuge anbietet, die Ausrüstung vornimmt und sich als Werbepartner zur Verfügung stellt. Einen Anspruch auf erfolgreiche Vermittlung besitzt der Kunde allerdings nicht. Sollte während der Vertragslaufzeit tatsächlich ein Abkommen mit einem Ausrüstbetrieb Zustande kommen, dann wird eine Vermittlungsprovision von 50 Euro fällig.

Die Experten des ADAC sind der Meinung, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Kunde eine Ausrüstung für 89,90 Euro erhält. Denn das Ganze sei davon abhängig, ob ein Ausrüster als Werbepartner gefunden wird. Bereits in der Vergangenheit berichtete der ADAC wiederholt darüber, wie sich Unternehmen an so genannten Aufnahmegebühren bereichern, indem sie lediglich einen Eintrag in eine Datenbank vornehmen. Eine weitere Vermittlung erfolge jedoch nicht. Es bestehe deswegen auch in diesem Fall der Verdacht, dem Internetanbieter gehe es lediglich darum, die Gebühren zu kassieren.

Die Juristen des ADAC halten die Aussagen der Firma für wettbewerbswidrig und planen, dagegen vorzugehen. Für eine Ausrüstung auf Flüssiggas verlangen seriöse Firmen zwischen 1800 und 3500 Euro. Übrigens: Der ADAC empfiehlt grundsätzlich die Ausrüstung auf Gas, weil es dazu beiträgt, die Kosten für Mobilität langfristig zu senken.